Das Roerich-Projekt - wie alles begann

Es war im Jahr 1989 als ich von meiner Buchhandlung mit einem kleinen Buch nach Hause kam. Mir war dieses Buch durch seine ungewöhnlich schönen Bilder aufgefallen. Der Autor war Willy Augustat und der Titel des Buches Nicholas Roerich. Hätte ich damals gewusst, was dieses Buch auslösen würde, hätte ich wohl schon früher danach gesucht. So war es aber nur ein Zufall, dass ich dieses Buch nun in Händen hielt, auf der Suche war ich nach einem Buch für mein Studium, aber wie immer nicht vorrätig.

Gelesen habe ich das Büchlein an einem Abend, tief beeindruckt habe ich dann das Buch auf meinen Lesetisch gelegt und mich gefragt, warum dieser Mensch so wenig bekannt ist bei uns im Westen. Am Ende des Büchleins war eine Adresse vom Autor angegeben. Den festen Entschluss mit dem Autor in Kontakt zu treten, um vielleicht mehr von den über 7000 Gemälden, die in dem Buch genannt waren, zu erfahren ging ich schlafen. Schon eine Woche später war ich zu Besuch bei Willy Augustat, der Beginn einer geistigen Freundschaft, die bis heute angehalten hat.


Das Leuchten von Shambala

Durch meine berufliche Tätigkeit in den Jahren 1992-1997 hatte ich mehrmals die Möglichkeit dann in New York das Nicholas Roerich Museum zu besuchen und mit dem Museumsdirektor zu sprechen, eine Freundschaft, die ebenfalls bis heute angehalten hat. Durch das Aufkommen des Internet als weltweites Kommunikationsmedium begann ich dann bereits 1994 im weltweiten Netz nach Informationen zu suchen. Diese Suche bedingte, dass die Anfangs von mir angelegte Sammlung von digitalen Gemälden von Nicholas Roerich von Anfangs knapp 50 Gemälden bis heute auf über 1350 digitale Gemälde angewachsen ist. Im Zuge meiner Internet-Recherchen habe ich viele Freundschaften weltweit aufbauen können, von Russland über die Mongolei bis nach Alaska. Die Webseite http://roerich.kontext-21c.de dient heute als kleine Informationsplattform im deutschsprachigen Raum. Viele Interessierte und Roerich-Begeisterte haben mir in den letzten Jahren geschrieben oder sind mit mir in Kontakt getreten, hierbei hilft das Internet mit seinen Möglichkeiten sehr. So konnte ich letztes Jahr einem Museum in der Mongolei verschollene bzw. verbrannte Roerich Gemälde zumindest wieder digital übersenden, die sich früher in ihrem Besitz befanden.

Nicholas Roerich, seine Werke, seine Philosophie, sein Lebensmut und sein interkulturelles Verständnis haben mich seither als ich das kleine Büchlein gelesen habe begleitet. Viele seiner Ideen und Ideale versuche ich nun als Hochschullehrer (ich unterrichte Betriebswirtschaft, Management, Strategie, Marketing und E-Business an der Fachhochschule Kufstein in Österreich) einzubringen. Gerade in Zeiten der so genannten Globalisierung kann Nicholas Roerich durch seine Ethik und sein Menschbild Vorbild und Richtschnur für das eigene Denken und Handeln bilden. Ich bin froh, dass ich mir damals dieses kleine Buch gekauft habe.

http://roerich.kontext-21c.de


von Prof. Hans Ebert, Kufstein, Mai 2005

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