Editorial - Krebs / Cancer 2016








Liebe ist das Feuer,
das die gesamte Umgebung
entflammt
Dr. K. P. Kumar


Dr. K. P.Kumar







Love is the flame
that enflames all the
surroundings
Dr. K. P. Kumar


 

SEI WACHSAM

         

BE AWARE

 
Liebe Jugend,           Dear Children
 
es wird als ganz normal betrachtet, dass ihr ein multifunktionales Taschenmesser mit euch tragt, dass als Militärmesser beziehungsweise als (Schweizer) Taschenmesser bezeichnet wird. Neben einem Messer hat es gleichzeitig eine Schere, eine Nagelpfeile, einen Korkenzieher usw. Im Westen tragen manche von euch sogar einen Revolver bei sich, falls sie einen Waffenschein besitzen.

          It is but common that you carry a multi-purpose knife which is called military knife or Swiss knife. It has besides knife, a scissor, a nail trimmer, a cork remover, etc. Some of you even carry in the West a licensed revolver.

Eure unmittelbare Aufgabe als Studenten ist es zu studieren, Wissen zu erwerben um ein tieferes Verständnis zu entwickeln, so dass ihr in Zukunft der Gesellschaft in eurem ausgewählten Fachbereich dienen könnt. Es ist nicht wünschenswert, Messer beziehungsweise andere scharfe Gegenstände mit euch herumzutragen; oder sogar einen Revolver. Die Gegenwart solcher Instrumente vermittelt uns den Impuls, sie zu verwenden. Ihre Verfügbarkeit stiftet uns an, diese zu benutzen und wird euch zu unnötigen Verwicklungen führen. Es gibt eine Geschichte aus den Schriften, die sich darauf bezieht:

          Being students, your immediate task is to study, acquire knowledge to cause unfoldment of comprehension, so that in the future times, you would be serving the society in a chosen field. To carry knives and other sharp instruments and even revolvers is most undesirable. The presence of these articles stimulates us to use them. Their availability instigates their use and will lead you to unrequired involvements. There is a scriptural story relating to it:

Es war einmal ein Heiliger, der sich in den Wald zurückzog, dort eine Eremitage (Einsiedelei) errichtete, worin er friedvoll lebte und über das Göttliche meditierte. Einige Jahre später besuchte ein Soldat, der auf seinem Weg daran vorbeikam, den Heiligen. Er wurde herzlich empfangen und es wurden ihm von dem Heiligen Essen sowie ein Platz zum Ausruhen angeboten. Bevor der Soldat die Einsiedelei verließ, überließ er dem Heiligen sein Schwert und sagte, dass er es auf seinem Rückweg wieder mitnehmen werde. Er erklärte dem Heiligen, dass es ein sehr besonderes Schwert sei, welches ihm von einem König geschenkt worden war. Der Heilige willigte ein, über das Schwert zu wachen bis der Soldat zurückkommen würde. In der Zwischenzeit trug der Heilige das Schwert - aus Gründen der Sicherheit - immer bei sich, wo auch immer er sich aufhielt und was immer er zu tun pflegte. Sogar wenn er über das Göttliche meditierte, war das Schwert an seiner Seite. Wenn er schlief, bewahrte er es bei sich im Bett auf. Wenn er sich aufgrund seines Tagesablaufes im Wald aufhielt, ein Bad nahm, sich Nahrung besorgte sowie Feuerholz, trug er es immer bei sich. Das Schwert wurde zu seinem unentbehrlichen Begleiter.

          Once upon a time, there was a saint who retired into the forest, prepared a hermitage living peacefully, meditating upon divinity. A few years after, a soldier who was passing by visited the saint. He was well received and was offered food and rest by the saint. Before leaving the hermitage, the soldier left his sword to the saint saying that he would collect it on his way back. He said that it was a very special sword that was gifted to him by a king. The saint agreed to hold it until the soldier returns. In the meanwhile, the saint was retaining the sword with him wherever he is and whatever he does as a matter of safety. Even while contemplating upon divinity, he was retaining the sword by his side. When he was at sleep, he retained it in the bed. When he was moving in the forests, in relation to his daily routine of bathing, fetching food and firewood, he was carrying it with him. The sword became an essential accompaniment.

Langsam und allmählich fing der Heilige damit an, einfach aus Spaß das Schwert zu gebrauchen, indem er damit Blätter, Stämme und Zweige beschnitt. Er wunderte sich über die Schärfe seiner Klinge und fing an, es ohne weiteres Unterscheidungsvermögen zu verwenden und verletzte damit sogar die Flora und Fauna um ihn herum. Allmählich verlor er seinen Zugang zur Meditation und begann damit, Tiere zu jagen.

          Slowly and gradually, the saint started using the sword for fun cutting leaves, stems and branches of trees. He was wondering of its sharpness and started using indiscreetly, even hurting the surrounding fauna and flora. He drifted away gradually from his contemplation and started hunting animals.

Es geschah eine Entfremdung - der Heilige entwickelte sich zum Jäger. Hätte ihm das Schwert nicht zur Verfügung gestanden, wäre er ein Heiliger geblieben. Die Verfügbarkeit des Schwertes verwandelte ihn in einen Jäger.

          It was estrangement. The saint turned hunter. Had not the sword been available, he would have remained a saint. The availability of the sword turned him into a hunter.

Ihr kennt es alle ganz gut, wenn euch z.B. ein Motorrad zur Verfügung steht, vergnügt ihr euch damit. Wenn Spielsachen verfügbar sind, vergnügt ihr euch mit diesen Dingen. Genauso verhält es sich, wenn Messer oder sogar Revolver zur Verfügung stehen. Du neigst dann dazu, dich auf eine gefährliche Art davon ablenken zu lassen, was dich unter Umständen zu kriminellen Konsequenzen führen kann.

          You all pretty well know when motorbikes are available to you, you are diverted to them. When play things are available, you are diverted. So also when knives and revolvers are available, you tend to a very dangerous diversion which may lead you to criminal consequences.

Als Studenten ist es immer ratsam, euch mit Büchern zu umgeben sowie mit euren Notizen und sogar nicht einmal mit Smartphones. Selbst ein Smartphone hat die Tendenz, dich abzulenken. Sei wachsam! Sei dir dessen bewusst.

          As students, it is always advisable that you are with books and notes and not even smartphones. Just a mobile phone is enough. Even a smartphone tends you to divert. Beware! Be aware of this.

Dr. K. Parvathi Kumar

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