Demeter und Persephone

Demeter war die Göttin der Landwirtschaft. Die Griechen verehrten sie, weil sie sich um die gute Ernte kümmerte.
Einmal spielte Persephone, die Tochter der Demeter, auf einer Wiese, die voll von Blumen war. Plötzlich sah sie eine Narzisse, die alle anderen Blumen an Schönheit übertraf. Die verzauberte Persephone streckte ihre Hände aus, um sie zu berühren.
Aber in jenem Augenblick öffnete sich die Erde und Pluto, Bruder des Zeus und Herrscher der Unterwelt, sprang vor sie. Entzückt von ihrer Schönheit ergriff er sie und machte sich auf den Weg zu seinem dunklen Palast. Persephone protestierte und rief nach ihrer Mutter. Demeter hörte ihre Stimme und lief umher, um sie zu finden. Aber sie suchte vergeblich. Persephone war unauffindbar.
Demeter begann zu klagen und die Erde hörte auf, Früchte zu geben. Die Menschen fingen an, Hunger zu leiden. Sie wandten sich an Zeus mit der Bitte um Hilfe.
Um dem Übel ein Ende zu bereiten, beschloss Zeus, dass Persephone den größten Teil des Jahres bei ihrer Mutter Demeter auf der Erde leben sollte und den kleinsten Teil des Jahres im Hades.
Wenn Demeter ihre Tochter bei sich hatte, war sie fröhlich und die Natur blühte.
Wenn ihre Tochter aber weit von ihr entfernt war, wurde sie unglücklich, und die Bäume verloren ihre Blätter.
Mit dem Erscheinen Persephones auf der Erde kamen der Frühling, der Sommer und der Herbst und während ihrer Abwesenheit der Winter.

Auf diese Art und Weise erklärten die Griechen den Wechsel der Jahreszeiten.


von Kristina Katzarou

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