8. Farbe

Die Farben, die wir von der Erde aus sehen, sind nicht die wirklichen Farben. Sie sind Widerspiegelungen ihrer Originale. Die wahre Farbe der Bewusstseinsebene erzeugt unsere Farbschattierungen, indem sie ihren Weg vom Sonnenzentrum über den Äther nimmt und auf die Materie trifft. Unsere Farbschattierungen sind tatsächlich nur Schatten. Jedes Mal, wenn Licht auf Materie einwirkt, trifft es - je nach Qualität und Dichte der Materie - auf Widerstand. Dieser Widerstand der Materie gegenüber dem hindurchfließenden Licht erzeugt die Farben, die uns umgeben. Ohne Farbunterschiede in der Umwelt können wir nicht sehen, nicht erkennen und uns keinen Zentimeter bewegen. Die Farben bewegen sich mit hoher Geschwindigkeit im Äther und manifestieren sich durch den Widerstand der Materie.

Farbe ist die Mitte oder das mittlere Prinzip zwischen Klang und Form. Klang ist die höhere Seite der Farbe, und Form ist ihre Manifestation. Klang, Farbe und Form bilden die große Dreiheit auf dem Hintergrund der Existenz. Klänge bringen den Äther zum Schwingen. Das Licht des Äthers, der vom Klang in Schwingung versetzt wird, erzeugt Farben, die aus der Materie Formen bildet. "Jedes Naturreich - sei es das Mineral-, Pflanzen, Tier-, Menschen- oder Deva-Reich - hat seinen Grundton, den mantrischen Klang, und die Farbe, die den Umwandlungsprozess des jeweiligen Naturreiches bewirken", sagt der Meister, der als DK bekannt ist. Das Wissen, wie man Klang und Farbe richtig gebraucht, befähigt den Menschen, die Zeremonie der Evolution schrittweise zu verstehen. Dadurch kann er mit Mineral, Pflanze und Tier besser arbeiten.

Die Devâs, die Intelligenzen der Natur, bringen sich selbst in allen drei Welten - das heißt, in der Welt des Bewusstseins, der Energie und der Materie - mit Hilfe von Farben zum Ausdruck. Farben kann man hören! Ja, hören! Auf der buddhischen Ebene ist es möglich, Farben zu hören und Klänge zu sehen. Nur wer aufgrund seiner Reinheit den buddhischen Zustand des Seins erreicht hat, kann dies erleben. Tatsächlich sind bei manchen Tieren Augen und Ohren nicht voneinander getrennt. Sie sehen und hören durch dasselbe Organ.

Wenn man den Farbmechanismus einer Form und die zu ihr gehörende Klangkombination kennt, ist man bereits ein Magier, ein Alchimist, ein Meister der Materie. Jede Form ist das Ergebnis eines Farbmechanismus, und dieser Farbmechanismus ergibt sich durch einen geäußerten Klang. Daher enthält die Form den Schlüssel zur Farbe, und die Farbe enthält den Schlüssel zum Klang. Die Farbe verschleiert, was sich hinter ihrem Mechanismus befindet und zeigt ihre eigene anziehende Qualität. Das Kleid der Farbe ist die Form, und die Farbe ist ein Kleid für das zentrale Leben, das durch den Klang zum Schwingen gebracht wird.

Bevor die Farbe sich mit Materie verbindet, kann sie nur vom Auge der Seele gesehen werden. Bis dahin können wir allein ihre Reflektion in der Materie empfinden. Daher können wir mit unseren physischen Augen nicht die Farberscheinungen einer Form beobachten. Wir müssen das Auge der Seele entwickeln, um die richtige Farbe einer Form wahrzunehmen und erst noch lernen, Farben ohne Formen zu sehen. Dies erfordert beständige Meditation über die Farbe mit Hilfe eines mantrischen Klangs über ein gegebenes Symbol. Klang und Farbe sind nicht voneinander zu trennen. Das Verstehen des einen führt zum Verstehen des anderen.

Farbe in der Form scheint stabil zu sein, doch sie verändert sich fortwährend mit enormer Geschwindigkeit. Die Farbkunst der Form vibriert mit großer Geschwindigkeit. Es ist wie bei den Wassertropfen, die innerhalb einer Sekunde im Fluss wegschwimmen. Der Fluss vermittelt jedoch den Eindruck, dass er immer dasselbe Wasser enthält. Genauso verändert sich die Farbe fortwährend, während sie den Eindruck vermittelt, dass sie konstant ist. Das ständig wechselnde Farbszenario kann man ein wenig verstehen, wenn man die Farben, ihre Qualitäten und Eigenschaften studiert. Ein solches Studium führt jedoch nicht zum Wesen der Erscheinungen. Es vermittelt ein ganz eigenes Verstehen.

Wir verstehen die Farbe richtig, wenn wir auch das Wissen von der Zeit studieren und mit dem Klang arbeiten. Im folgenden wollen wir einen kurzen Blick auf die Einzelheiten der Farbe werfen und diese beiden miteinbeziehen.

"Am Anfang war Dunkelheit", sagt die Bibel. "Alles, was ist, existiert in Dunkelheit", sagen die Veden. Dunkelheit ist die Grundlage des Lichts. Licht steht für die Farbe Weiß. Das Weiß gibt es zweifach: als strahlendes Sonnenweiß und sanftes Mondweiß. Weiß ist also solar und lunar. Es taucht aus dem Hintergrund auf, der als Dunkelheit bezeichnet wird. Tiefes Weiß erscheint als Blau. Das Blau des Himmels ist nur scheinbar blau, in Wahrheit jedoch ist es ein intensives Weiß. Daher sind in der Farbenwelt Licht, Weiß und Blau Synonyme. Blau wiederum steht dem Schwarz näher. Der pechschwarze Himmel erscheint indigo in den Stunden vor Sonnenaufgang, blau während der Morgendämmerung und weiß in der Nähe der Sonne sowie in der Mittagszeit. Die Grundfarbe verändert sich von Schwarz über Blau in Weiß. Aus diesem Grund bezeichneten die vedischen Seher denselben Herrn als Krishna (Schwarz), Shyâm (Blau) und Vittala (Weiß). Er ist halb männlich und halb weiblich, und dies weist auf den solaren und lunaren Aspekt des weißen Lichts hin. So können wir das Schwarz, Lichtweiß und Blau verstehen. Es sind jene Farben, die die ewige Existenz darstellen.

Die Existenz ist abwechselnd subjektiv und objektiv, genauso wie wir in manchen Stunden schlafen und dann wieder aufwachen. Wenn die Existenz subjektiv ist, nennen die Schriften sie Dunkelheit. Sobald die Existenz objektiv ist, wird sie als Licht bezeichnet. In regelmäßigen Zeitabständen kommt aus der Dunkelheit Licht hervor. Der Bereich des Lichts auf der Dunkelheit des Hintergrunds wird Âkâs?a oder nach Madame HP Blavatsky 'astrales Licht' genannt. Es ist die Grundlage einer Schöpfung. Die Sonnensysteme, die Planeten und die Wesen auf den Systemen und den Planeten existieren auf der Âkâs?a, dem Bildschirm. Die Bilder ereignen sich auf diesem Bildschirm. Für eine bestimmte Zeit bleibt der Bildschirm unbeeinflusst von den Bildern, die sich auf ihm abspielen. Genauso verhält es sich mit der Âkâs?a. Sie bleibt die Grundlage allen Geschehens. Von der Âkâs?a werden alle Geschehnisse genährt, und es gibt Aktivität. Dennoch bleibt die Âkâs?a, genauso wie der Bildschirm, unbeeinflusst, unverbraucht, leuchtend, stabil und ewig.

Die Grundfärbung der Âkâs?a wird als blau beschrieben. Das Blau stellt ihre ewige Existenz dar sowie ihre Qualität, Zeuge allen Geschehens zu sein. Es ist der Hintergrund von allem und der Ursprung für alles. Blau steht somit für Synthese, für den Hintergrund, die Einheit von allem und für den Ursprung aller scheinbar verschiedenen Existenzeinheiten. Die Farbe Blau steht für die Existenz in der Schöpfung, für die Existenz aller Naturreiche. Alle individuellen Existenzen befinden sich auf diesem Hintergrund der Existenz.

Aus dem Blau taucht der 'Wille zur Tat' auf. Er wird die Kraft in der Schöpfung genannt. Die Kraft oder der Wille zur Tat ist mit der Farbe Rot verbunden. Deshalb bezeichnet Rot Kraft und Macht in der Schöpfung. Kraft bzw. Macht geht aus der Existenz hervor und erschafft, entwickelt und zerstört. Macht und die rote Farbe gehören zusammen. Deshalb enthält Rot dynamische Aktivität. In der menschlichen Geschichte war es üblich, rot zu verwenden, um Macht lebendig werden zu lassen.

Die Wechselbeziehung zwischen Macht und dem hervorstrahlenden Licht der Existenz bringt die intelligente Aktivität in der Schöpfung hervor. Diese intelligente Aktivität wird mit der strahlend goldgelben Farbe in Verbindung gebracht, dem Schöpfungsei Hiranyagarbha.

Auf diese Weise entsteht die grundlegende Dreiheit der Farbaktivität.
  • Existenz oder Synthese, die von Blau repräsentiert wird,
  • die Macht des Willens, die von Rot repräsentiert wird, und
  • die daraus resultierende Saat oder das Schöpfungsei, das von Goldgelb repräsentiert wird.
Erinnern wir uns daran, dass diese drei Farben auf einer anderen dreifachen Farbaktivität entstehen: Dunkelheit, Licht und Indigo.

Indigo Dreieck   Blau Dreieck


Wenn sich die Farben des zweiten Dreiecks auf der Materie widerspiegeln, verändern sie sich noch einmal, und es entsteht:

Violett Dreieck

Auf der Empfindungs- und Gefühlsebene werden die Farben weiter abgeschwächt.

Wenn das Denken den Gefühlen nachgibt, verwandelt sich die Farbe Orange in Rosa. Wird ein Mensch grob materiell und sieht er nichts hinter dem dicht Physischen, dann verändert sich die hellgrüne Farbe und wird zu Dunkelgrün. Folglich tritt das Violett zugunsten der schwarzen Farbe zurück, die für Unwissenheit steht.

Rosa Dreieck

Jetzt können wir sehen, welche Qualitäten die Farben darstellen:

Farbe Qualität
Indigo Synthese und Weisheit
Blau Liebe als Synthese
Violett Einheit auf der physischen Ebene als individuelles Wesen
Rot Macht des Willens
Orange Macht des Denkens
Rosa Emotionelle Kraft
Goldgelb Intelligente Aktivität (Intuitive Tätigkeit)
Hellgrün Intellektuelle Aktivität
Dunkelgrün Begrenzte Aktivität
Schwarz Unwissenheit


Um die Synthese von allem zu erkennen, meditieren wir über Indigo. Zur Verwirklichung von Liebe-Weisheit meditieren wir über Blau. Wollen wir die intuitiven Ebenen erreichen, um auf intelligente Weise aktiv zu sein, meditieren wir über Goldgelb.

Wenn wir Kraft oder Macht anrufen wollen, meditieren wir über die Farbe Rot. Jedoch ist Rot zu mächtig für uns. Deshalb können wir für alle Zwecke, für die wir Kraft oder Macht anrufen wollen, Orange verwenden.

Erstreben wir emotionale Ausgeglichenheit, können wir Rosa anrufen. Um intellektuelles Verstehen zu bekommen, kann Hellgrün verwendet werden. Wollen wir eine bestehende Aktivität stabilisieren und sie fest verankern, können wir über Violett meditieren.

Meditation ist ein subtiler Prozess, bei dem wir uns in unserer täglichen Aktivität auf die jeweilige Farbe einstimmen. Außerdem rufen wir in Gedanken die Farbe an, und wir erkennen sie in unserem Augenbrauenzentrum. Dies erfordert beständiges Beobachten der Farben im täglichen Leben. Ja, wenn wir Farben studieren möchten, sollten wir stets die Farben beobachten, die uns umgeben. Farben ermöglichen besseres Verstehen, wenn wir uns ihrer Gegenwart in unserer Umgebung mehr und mehr bewusst werden. Es gibt Maler, zu denen die Farben sprechen. Durch Farben erhalten sie Eingebung, Führung und Rat. Das ist eine okkulte Tatsache.

In diesem Wassermannzeitalter taucht eine neue Farbe auf: das Acryl. Alle Farben werden acrylisch. Die Acryl-Farbe des Wassermannzeitalters ist Silbergrau. Sie gilt als die Farbe der Synthese. Wir sollten sie erkennen, um dadurch unser Bewusstsein zu erweitern. Es ist die Farbe von Varuna, dem Herrn der himmlischen Gewässer. Im Westen heißt er Vrana oder Uranus. Das Uranusprinzip wirkt als Brücke zwischen Leben und Tod, zwischen Nicht-Existenz und Existenz, zwischen Geist und Materie. Es ist der Geburtsort des Lebens in der Schöpfung: das sich ausbreitende Bewusstsein.

Ein altes Ritual

In früheren Zeiten empfingen die Menschen im Zusammenhang mit der Farbe ein Stern-Ritual. Ein Stern ist fünfstrahlig, genauso wie der Mensch. Über den Menschen, den Drachen, wurde im Eingangskapitel ausführlich gesprochen. Der Kopf, die nach beiden Seiten ausgestreckten Arme und beide Beine im 90°-Winkel stellen einen Stern dar. Diese Haltung wird für die Meditation in den Morgenstunden, zur Zeit des Sonnenaufgangs, empfohlen. Wenn wir 24 Minuten lang - 12 Minuten vor und 12 Minuten nach Sonnenaufgang - in dieser Haltung mit dem Gesicht zur Sonne stehen, erhalten wir viel Licht, das die Unreinheiten aus dem physischen, emotionalen und mentalen Körper entfernt. Die fünf Handlungsorgane, die fünf Sinnesorgane, die fünf Sinne und die fünf Elemente im Körper werden durch die Berührung der androgynen Strahlen der Morgensonne gereinigt.

Die Menschen erkannten auch, wie man in sich eine Farbe nach der anderen in aufsteigender Ordnung erarbeiten kann:
  • durch Meditation über den fünfstrahligen Stern, der eine spezielle Farbe hat,
  • durch Ausüben einer besonderen Tugend und
  • durch richtiges Verhalten mit einem speziellen Sinn.
Der farbige Stern, die Tugend und der Sinn üben eine dreifache Wirkung auf den Menschen aus. Sobald der Mensch Meisterschaft über eine bestimmte Farbe, die entsprechende Tugend und den Sinn erreicht, wird ihm die in aufsteigender Ordnung unmittelbar darauffolgende Farbe, Tugend und der nächste Sinn zum Üben vorgeschlagen.

Schwarz

Schwarzer Stern
Bevor dem Menschen die Weisheit bewusst wird, gilt er als unwissend, und deshalb ist sein Stern zu Anfang schwarz.

Rot

Roter Stern
Dann wird dem Menschen die Macht des Willens gegeben. Er muss den Willen auf sich selbst in Übereinstimmung mit einer bestimmten Lebensweise anwenden. Der Gebrauch des Willens ist die Anwendung der Kraft der roten Farbe.

Braun

Brauner Stern
Hat der Mensch den Willen im täglichen Leben entsprechend den gegebenen Anweisungen eingesetzt, dann beginnt die wechselseitige Beziehung zwischen der dunklen Materie und der Willenskraft. Dies verursacht Aufruhr in der Materie, und der schwarze Stern verwandelt sich in einen braunen Stern. Danach beginnt der Mensch besser zu fühlen oder wahrzunehmen. Braun bedeutet, dass er Energien und Empfindungen für seine Umgebung entwickelt.

Grün

Gruener Stern
Dann wird der Mensch aufgefordert, mit Wunschlosigkeit zu arbeiten. Dies ist mit dem verantwortungsbewussten Gebrauch des Sehvermögens verbunden. Dadurch bekommt er sein Leben in den Griff, und er behindert nicht den Fluss der Energien. Dann verändert sich seine Farbe von Braun zu Grün. Es stellt die Harmonie dar, die er durch Ausübung der Wunschlosigkeit erreicht hat.

Goldgelb

Goldgelber Stern
Anschließend wird dem Menschen empfohlen, mit der Tugend der Demut zu arbeiten. Diese Arbeit ist mit dem verantwortungsbewussten Gebrauch des Geruchs- und Geschmackssinns verbunden. Dadurch erkennt der Mensch, dass er kein separates, begrenztes Wesen ist, sondern Teil eines größeren Ganzen. Dann verändert sich seine Farbe von Grün zu Goldgelb. Er beginnt die Einheit des Lebens zu erkennen, die Bruderschaft der Menschheit und die Wirklichkeit der einen Existenz als die vielen Formen.

Blau

Blauer Stern
Beim nächsten Schritt wird der Mensch darin unterrichtet, den Wunsch zu leben zu überwinden. Er wird auch aufgefordert, verantwortungsbewusst mit dem Gehörsinn und dem Tastsinn umzugehen. Sobald er erkennt, dass es keinen Tod und deshalb auch keine Geburt gibt, verändert sich seine Farbe von Goldgelb zu Blau. Damit wird der Mensch zu einem Meister der Weisheit.

Silbergrau

Silbergrauer Stern
In den fortgeschrittenen Einweihungen arbeitet der zum Meister gewordene Mensch in voller Kenntnis des göttlichen Plans und mit vollkommener Beherrschung der fünf Elemente. Er wird zum Meister der Meister, und er verbindet sich mit den Devâs, um den Planeten und die planetarischen Lebewesen zu führen. Er erhält das Wissen vom Leben und seinen Wegen. So erreicht er den Übergang von der scheinbaren Existenz zur reinen Existenz. Ebenfalls erfährt er die Geheimnisse des Lebens und des Todes. Er wird zum himmlischen Menschen. Dann erreicht er die silbergraue Farbe.

Frei von Widerspiegelung

Blauer Stern
Wenn der Mensch im Absoluten eintaucht und in der Schöpfung keine persönliche Identität mehr hat, wird der Stern frei von jeder Widerspiegelung. Das bedeutet, außer dem Plan hat er nichts anderes widerzuspiegeln. Er wird Das.

Auf diese Weise findet schrittweise der Aufstieg von der Unwissenheit zum Wissen, das heißt, zur Erkenntnis und Integration der Seele mit der universalen Seele statt. Bei jedem Schritt ermöglicht das Training eine Veränderung der Farben, je nach der erwiesenen Ehrfurcht und den befolgten Unterweisungen.

Jetzt wollen wir noch einmal den Aufstieg des Menschen den Farben entsprechend zusammenfassen.

1. Schwarzer Stern Schwarzer Stern
2. Roter Stern Roter Stern
3. Brauner Stern Brauner Stern
4. Grüner Stern Grüner Stern
5. Goldgelber Stern Goldgelber Stern
6. Blauer Stern Blauer Stern
7. Silbergrauer Stern Silbergrauer Stern
8. Frei von Widerspiegelung Blauer Stern


Magie und Farbe

Der Farbsinn in uns entwickelt sich nur, wenn wir uns gedanklich vom Materiellen gelöst haben, während wir von ihm umgeben sind. Statt die Farbe im Gegenständlichen zu sehen, sollten wir uns soweit entwickeln, dass wir visualisieren können, wie die Farbe aus dem Âkâs?a-Licht herabsteigt und die materiellen Formen bildet. Die Arbeit der Farbe hinter der Form ist phantastisch. Wir können sie besser von ihrem Ursprung, aus dem sie herabsteigt, verstehen als durch ihren aufsteigenden Weg.

Das stärker werdende Licht auf dem Planeten führte zu vermehrter Nutzung der Elektrizität. Dies wird die Farbe langsam von der Form lösen und sie mit dem Klang in Verbindung bringen. Es führt zur Entwicklung des Farbsinnes im Menschen.

Wenn Farbe und Klang in geordneter Folge aufeinander treffen, wird die Magie alter Zeiten für den Menschen greifbar. Der Schlüssel zu ihr liegt in der Fähigkeit des Menschen, sich vom Materiellen zu lösen, indem er es verneint oder nicht mehr beachtet.

Es gibt keine Farben, es gibt nur Licht

Während die Spiritualität lehrt, dass es keine 'anderen', sondern nur das Selbst gibt, sagt uns die Weisheit des Lichts, dass es keine Farben gibt, sondern nur Licht. Wenn Licht auf die verschiedenen Abstufungen der Materie trifft, manifestiert es sich als die unterschiedlichen Farben. Dies ist eine Regel der Synthese.

Arten des Lichts

Die Formen auf unserem Planeten werden von drei Arten der Lichtsubstanz beeinflusst:
  1. vom Sonnenlicht,
  2. vom Licht des Planeten und
  3. vom Licht, das aus dem ersten und zweiten entsteht.
Es gibt noch ein weiteres Licht, das jetzt von Mahat, der Mentalebene des Planeten, herabsteigt. Es vereinigt die drei Lichter, um Erleuchtung auf der individuellen und der planetarischen Ebene zu ermöglichen.


aus K. Parvathi Kumar 'Mithila Grundlagen einer spirituellen Erziehung'



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