Meinen Namen Löwenzahn
sieht man mir ganz deutlich an.
Blätter spitz wie Löwenzähne
und dazu die gelbe Mähne.

Ich bin wie ein Löwe stark.
Wachs auf Wiesen und im Park,
blüh im Garten ungebeten,
man versucht mich auszujäten.

 

Aber sie sind alle dumm,
denn so schnell bringt mich nichts um.
Wachs am Wegrand und auf Rasen,
meine Schirmchen kann man blasen.
Schweben dann wie Federn nieder,
und im Frühjahr wachs ich wieder.
Cicely Mary Barker

Natur im Frühling

  1. Der Löwenzahn
  2. 2. Den Frühling erblühen sehen
  3. 3. Vögel: Scharen von Staren
  4. 4. Interessante Links

Zusammengestellt von: Markus Schmid

1. Der Löwenzahn

Die Pflanze und ihre Inhaltsstoffe

Wiesen färben sich förmlich gelb von Löwenzahnblüten
Der Löwenzahn strahlt auf den Wiesen, an den Wegrändern, ja sogar in den Rissen von Asphalt und Beton mit seine leuchtend gelben Blütenköpfchen. Im Boden ist der Löwenzahn dank seiner bis zu 30 cm langen Pfahlwurzel fest verankert. Aus ihr sprießt die sattgrüne Rosette mit ihren charakteristischen, tief gesägten Blättern, die der Pflanze ihren Namen verliehen haben.

Der Löwenzahn wächst mir Vorliebe auf nährstoffhaltigen Böden. Daher enthält er sehr reichlich Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Eisen, Kieselsäure, Mangan, Natrium, Schwefel, Phosphorsäure, Kupfer und Fluor. Er ist auch besonders reich an Bitterstoffen (Taraxin), Carotinoiden, Kumarinen, Vitaminen (Vitamin A, Retinol, Vitamin C, Vitamin D) und Chlorophyll.

Heilwirkung

Löwenzahn war und ist ein fester Bestandteil in der Volksheilkunde. Das Mittel erster Wahl ist er bei Leber- und Gallenproblemen.

Durch seine Bitterstoffe wirkt der Löwenzahn generell aktivierend auf alle Drüsen im Körper. Er regt insbesondere den Appetit und die Verdauung an. Durch seine stark harntreibende Wirkung ist er ein Entschlackungsmittel par Excellence und führt insgesamt zu einer Regeneration des Stoffwechsels. Aus diesem Grund ist Löwenzahn schon immer ein wichtiger Bestandteil von Frühjahrskuren. Darüber hinaus kommt seine Heilwirkung Rheuma- und Gichtpatienten zu Gute, ebenso Diabetikern, denn der hohe Insulingehalt der Blätter aktiviert besonders die Bauchspeicheldrüse.

Wirkstoffe, welche auf das Stoffwechsel- und Ausscheidungsgeschehen des Körpers einen so positiven Einfluss ausüben, können natürlich auch bei weiteren Beschwerden heilunterstützend wirken. Das gilt insbesondere für Krankheiten der Haut, bei Drüsenschwellungen und Übergewicht.

Nutzung

Vom Löwenzahn kann die ganze Pflanze genutzt werden, Wurzeln, Blätter, ja sogar die Blüten. Diese Heilwirkung aller Pflanzenteile widerspiegelt sich auch in seiner lateinischen Bezeichnung "Taraxacum officinale". Der deutsche Begriff "Offizin" ist ein veralteter Ausdruck für Apotheke. Alle Pflanzen mit diesem Artnamen werden schon seit ihrer Benennung von Apothekern als Heilmittel verwendet.

Mancherorts sticht man im Frühjahr seine Wurzeln und bereitet sie wie Spargel zu. In Frankreich sind die jungen Blätter als delikater Salat beliebt. Aus den Blüten lässt sich ein honigähnlich schmeckender Sirup zubereiten, wenn sie mit Zucker eingekocht werden. Der Milchsaft der Blütenstängel soll gegen Warzen helfen, allerdings können seine Bitterstoffe bei einigen Menschen, zumal bei Kindern, Haut- und Schleimhautreizungen hervorrufen.

Ernte und Zubereitung

Wer Löwenzahn selbst ernten möchte, sollte auf ein möglichst biologisch bewirtschaftetes oder natürliches Umfeld achten. Die jungen Blätter, ebenso wie die noch fest geschlossenen, zartbitter schmeckenden Blütenknospen sollten vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden. Die zarten, frischen Blätter feingeschnitten eigenen sich bestens als Beigabe zu Salaten, Frischkäse oder Kräuterbutter.

Größere Blätter, ebenso wie die im Frühjahr oder Herbst geernteten Wurzeln sind getrocknet für die Teezubereitung geeignet. Die Trocknung der Pflanzenteile sollte am besten rasch, aber schonend, eventuell mit Zusatzhitze (nicht über 40 °C) durchgeführt werden.

Wer im Frühling die verbreitete Antriebsschwäche überwinden möchte, dem sei Löwenzahn sehr empfohlen. Frisch genossen oder als Teezubereitung, entfaltet er seine vitalisierenden Kräfte am besten.

4- bis 6-Wochen-Kur: 1 - 2 Teelöffel getrockneten Löwenzahn mit ¼ Liter kaltem Wasser aufgießen, eine Minute leicht kochen und weitere zehn Minuten ziehen lassen; 2 Tassen pro Tag trinken.

2. Den Frühling erblühen sehen

Höhepunkt des Frühlings ist sicher die Kirsch-, Apfel- und Birnenblüte. Hier einfach ein paar Bilder aus dieser schönen Zeit, die anregen sollen, selber hinaus zu gehen und den Frühling zu erleben.


Kirschbüte

Blühender Birnbaum

Apfelblüte

3. Scharen von Staren

Star. Foto: Hans-W. Grömping, www.naturschule.com
Besonders eindrücklich ist das Verhalten des Stars, immer Schwärme oder zumindest kleine Gruppen zu bilden. In der Abenddämmerung lässt sich dies besonders gut beobachten, wenn sich die Stare zum Übernachten versammeln. Zunächst sind es mittlere Gruppen, die sich zwitschernd auf Bäumen und Leitungen niederlassen. Sie fliegen dann bei Einbruch der Dunkelheit in immer größer werdenden Schwärmen zu ihren Schlafplätzen in Schilfgebieten, auf größeren Baum- und Gebüschgruppen und sogar Gebäuden. So konnten im Sommer zum Beispiel am Berliner Dom bis zu 40´000 Stare gezählt werden.

Die Staren-Schwärme fliegen immer sehr geordnet und in synchronen (gleichartigen) Bewegungen. So schützen sich die Stare sehr erfolgreich gegen Feinde. Selbst für die Nahrungssuche bewegen sie sich in Gruppen: In einer Reihe bewegen sie sich gemeinsam durch die Wiesen und jagen auf diese Art viel mehr Kleininsekten auf, als wenn sie alleine auf Pirsch gingen.

Stare ernähren sich aber nicht nur von Insekten, sondern sehr zum Leidwesen von Gärtnern und Bauern auch mit Vorliebe z.B. von Kirschen. So effektiv sie gemeinsam Insekten jagen, so schell können sie einen Kirschbaum leer fressen. Wo aber viele naturnahe Beerensträucher wie Vogelbeere, Schneeball, Holunder, Weißdorn, Wildrosen etc. in Gärten und an Feldrändern wachsen, weichen Stare
Anzahl nachgewiesener Vogelarten an verschiedenen Sträuchern (nach Turcek)
gerne aus. Bei diesen Sträuchern sind besonders jene gut, die noch im Winter Beeren tragen und den Neuankömmlingen im Frühling gleich als wertvolle Nahrungsgrundlage dienen.

Wo das Vogelkonzert wieder so richtig los geht, hebt sich die witzige Stimme des Stars von anderen ab. Ein schwatzendes Zwitschern, leises Pfeifen, Schalzen und Piepsen klingt von Bäumen und Dächern. Dabei sind auch Stare Nachahmungskünstler: Nicht nur Meisen, Amseln und Spatzen imitieren sie verblüffend gut, auch das Gegacker von Hühnern und in unserer technischen Zeit sogar Rasenmäher und Handy-Klingeltöne! Wer nicht genau weiß, wer hier nun überhaupt musiziert, wird den singenden Star an seinem gleichzeitigen Flügelflattern erkennen, das die Witzigkeit seiner Laute weiter unterstreicht.

Wie die Amsel können wir den Star inzwischen immer mehr als Kulturfolger auch in Siedlungsgebieten beobachten. Er brütet in Baumhöhlen, Felspalten und nimmt auch gerne Nistkästen an. Weil er ansonsten geringe Ansprüche an seinen Lebensraum hat, ist der Star inzwischen einer der häufigsten Vögel weltweit.


zusammengestellt von Markus Schmid

4. Interessante Links:

Zum Beobachten und Mitmachen regen auch folgende Websiten an:

-> Beobachtungen im Jahreslauf für alle Altersstufen:
www.naturdetektive.de

Die Wetterämter von Deutschland, der Schweiz und Österreich haben meist gut aufgebaute und laufend aktuelle Informationen zur Pflanzenentwicklung:

-> Phänologie im Deutschen Wetterdienst: www.dwd.de/...

-> Meteo Schweiz - Phänologie und Klima: www.meteoschweiz.ch/...

-> Wetter-Server-Österreich - Phänologie: http://zacost.zamg.ac.at/...





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