Sternenhimmel im August 2011


Verfasser: Ralf Kannenberg

1. Allgemeines im aktuellen Monat

Diese Rubrik ist ein allgemeiner Überblick über den abendlichen Sternenhimmel im aktuellen Monat und den Stand der hellen Planeten. Eine erste einfache Einführung, wie man die wichtigsten Sterne finden kann, findet sich in der zweiten Rubrik.

Da sich die Sonnenuntergänge weiter verfrühen erscheint der abendliche Sternenhimmel weitgehend in Ruhe zu verbleiben. Hoch im Westen kann man den hellen Arktur und halbhoch die Spica und rechts von ihr den Ringplaneten
Saturn. Im Osten steht das Sommerdreieck mit der hellen Wega, Deneb und Atair. Im Südwesten kann man bei guter Horizontsicht das sehr schöne und figürliche Sternbild des Skorpions mit Antares bewundern.

Der Große Wagen zieht wieder rückwärts hinunter und steht links neben dem Polarstern. Die W-förmige Cassiopeia hat ihren tiefsten Stand durchschritten und steht nun rechts unter dem Polarstern etwas schief über dem Nordosthorizont.


Ausschnitt aus dem Sternenhimmel im August mit Blickrichtung Südosten.

2. Kleine Einführung in die wichtigsten Sterne

2.1 Großer und Kleiner Wagen


Kleiner und Großer Wagen
Der bekannte Große Wagen steht links neben dem Polarstern. Diesen findet man, indem man die beiden hinteren Kastensterne etwa fünfmal nach rechts oben verlängert. Der Polarstern steht am äußeren Ende der Deichsel des Kleinen Wagen, und auf dem Weg in Richtung der Deichsel des Großen Wagen kann man auch die beiden hinteren Kastensterne des Kleinen Wagen erkennen. Der Polarstern steht am Himmelsnordpol, das heißt, verlängert man in Gedanken die Erdachse, so kommt man zum Polarstern. Deswegen weist der Polarstern immer nach Norden und kann zur Orientierung als "Nordstern" verwendet werden.

Geht man vom Großen Wagen am Polarstern vorbei gleichviel weiter, so gelangt man im Nordosten zur Cassiopeia; sie sieht nun aus wie ein großes W und ihr Hauptstern Schedir ist der zweite Stern von rechts.

Der Große Wagen enthält zwar keinen Stern
1. Größe, dafür aber immerhin drei, die beinahe 1. Größe erreichen. Es sind dies der kastenseitige Deichselstern Alioth, der hintere obere Kastenstern Dubhe sowie der äußere Deichselstern Benetnash. Der mittlere Deichselstern selber erreicht genau 2. Größe und ist der vierthellste Wagenstern; namensmäßig ist er der bekannteste Wagenstern und heißt Mizar.

Alioth am kastenseitigen Deichselende bedeutet "Fettschwanz", was die Bezeichnung einer bestimmten Ziegenrasse ist; der hintere obere Kastenstern Dubhe bedeutet "Bär" und der äußere Deichselstern Benetnash "Klageweiber". Der mittlere Deichselstern Mizar bedeutet "Mantel".

Der Große Wagen hat noch zwei weitere Sterne 2. Größe, das sind die beiden unteren Kastensterne. Der hintere untere Kastenstern heißt Merak, der vordere untere Kastenstern heißt Phekda. Merak bedeutet "Lende", Phekda bedeutet "Schenkel". Der 7. Wagenstern heißt Megrez und erreicht 3. Größe, das ist der vordere obere Kastenstern. Megrez bedeutet "Anfügepunkt (des Schwanzes)". Ebenfalls sehr bekannt ist der "Augenprüfstern" Alcor neben dem mittleren Deichselstern; Alcor ist eine Nebenform von Alioth, die sich aus "Aliore" gebildet hat und zunächst für den noch namenlosen mittleren Deichselstern Verwendung fand. Als sich für diesen dann aber der Name Mizar eingebürgert hat, wurde der Name Alcor für den Augenprüfstern verwendet. Im deutschsprachigen Raum wird dieser Stern als "Reiterlein" bezeichnet.

Dubhe ist ein Roter Riese im Abstand von 120 Lichtjahren und Benetnash ein blauweißlicher Stern im Abstand von 100 Lichtjahren. Alioth und die übrigen Sterne des Großen Wagen sind ebenso wie der Augenprüfstern neben Mizar weißliche Sterne im Abstand von rund 80 Lichtjahren. Der Polarstern ist ein weißgelblicher Stern 2. Größe im Abstand von fast 500 Lichtjahren. Der Polarstern hat auch einen arabischen Namen: Alruccabah, das bedeutet "Der Reiter".



Die Cassiopeia, das Himmels-W
Der hellere der beiden hinteren Kastensterne des Kleinen Wagen ist ebenfalls ein Stern 2. Größe, er heißt Kochab, das bedeutet "der Stern des Nordens"; er ist ein Roter Riese im Abstand von 120 Lichtjahren. Aufgrund der Kreiselbewegung der Erdachse war der Himmelspol vor 3000 Jahren in der Nähe von Kochab.

Sei noch Pherkad, der schwächere der beiden hinteren Kastensterne des Kleinen Wagen, genannt: er ist ein weißlicher Stern 3.Größe im Abstand von fast 500 Lichtjahren. Pherkad bedeutet "das dunklere der beiden Kälber".

Der Hauptstern der Cassiopeia, Schedir, bedeutet "Brust" und ist ein Roter Riese im Abstand von fast 250 Lichtjahren. Wenn man das Himmels-W der Cassiopeia von rechts oben nach links oben durchzählt, so steht Schedir an der zweiten Stelle. Auch die anderen Cassiopeiasterne haben Namen: Der erste Stern heißt Caph; das bedeutet "Handfläche (der Cassiopeia)", er ist ein weißlicher Stern im Abstand von 50 Lichtjahren. Die Bedeutung des Namens des mittleren Cassiopeiasternes Cih ist nicht mehr bekannt; er ist ein weit entfernter blauweißlicher Riesenstern im Abstand von 800 Lichtjahren. Diese 3 Sterne erreichen 2. Größe. Der vierte Cassiopeiastern heißt Ruchbah; das bedeutet "Knie (der Cassiopeia)"; er ist ein weißlicher Stern beinahe 2. Größe im Abstand von 100 Lichtjahren und der fünfte Cassiopeiasternes Segin ist ein blauweißlicher Stern im Abstand von über 400 Lichtjahren; auch die Bedeutung seines Namens ist nicht überliefert. Segin erreicht 3. Größe.

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2.2 Arktur, Spica und weitere Frühlingssterne

Verlängert man die Deichsel des Großen Wagen, so gelangt man hoch im Westen zunächst zu einem sehr auffallenden Stern 0. Größe, das ist Arktur im Bärenhüter. Arktur heißt "Jäger, der die Bärin im Auge behält", sein heute nicht mehr verwendeter arabische Name lautet Alramech, das bedeutet "der Lanzenbewaffnete". Arktur ist der nächst gelegene Rote Riese von der Sonne im Abstand von gut 30 Lichtjahren und der hellste Fixstern der Nordhalbkugel. Verlängert man die Wagendeichsel weiter, so gelangt man zum Hauptstern der Jungfrau das ist die Spica. Spica bedeutet "Kornähre", sie ist ein blauweißlicher Stern im Abstand von gut 250 Lichtjahren. Sie steht derzeit links vom Ringplaneten Saturn. Der arabische Name der Spica lautet Azimech, das bedeutet "die beiden, die hoch sind" - gemeint sind Arktur und Spica. Hierbei ist Arktur der "lanzenbewaffnete Hochstehende", da er von mehreren helleren Sternen umgeben ist, während die eher alleinstehende Spica der "unbewaffnete Hochstehende" ist.

Arktur selber ist ebenfalls Ausgangspunkt einer Deichsel; ihr mittlerer Stern Mirak, der nun links oberhalb von Arktur steht, ist der zweithellste Stern des Bärenhüters, und ihr äußerer Stern ist die Gemma, der Hauptstern der Nördlichen Krone. . Beide erreichen 2. Größe. Mirak bedeutet "Umhang" und ist wie Arktur ein Roter Riese, über sechsmal weiter entfernt im Abstand von fast 200 Lichtjahren. Gemma bedeutet "Edelstein"; sie ist ein weißlicher Stern im Abstand von 80 Lichtjahren. Bei guten Sichtbedingungen kann man um die Gemma einen schönen Halbkreis von Sternen bewundern, welche diese Nördliche Krone bilden. In Verlängerung dieser größeren Deichsel von Arktur über Mirak und Gemma kann man einen Stern 2. Größe namens Ras Alhague im Schlangenträger sehen. Ras Alhague bedeutet "Kopf des Schlangenträgers" und ist ein weißgelblicher Stern im Abstand von etwa 60 Lichtjahren.

Schlangenträger und Schlange

In weiterer Verlängerung über Ras Alhague hinaus gelangt man etwas rechts zunächst zu einem Stern beinahe zweiter Größe im Schlangenträger namens Cebalrai, das bedeutet "Schäferhund"; er ist ein Roter Riese im Abstand von knapp 100 Lichtjahren, und schließlich, doppelt so weit entfernt, zu einem Stern 3. Größe, das ist nue Ophiuchi. Sei noch der gleich helle Stern kappa Ophiuchi genannt, der mit Ras Alhague und Cebalrai ein beinahe gleichseitiges Dreieck bildet und der westlich von Cebalrai steht. Nue und kappa Ophiuchi sind beide Rote Riesen, ersterer im Abstand von 150 Lichtjahren und zweiterer im Abstand von 90 Lichtjahren.

Der dritthellste Stern des Bärenhüters ist Muphrid neben Arktur und steht ungefähr senkrecht zur Deichsel Arktur - Mirak - Gemma, das ist derzeit schräg rechts unterhalb von Arktur. Muphrid bedeutet "der einzelne Stern des Lanzenbewaffneten", gemeint ist also der einzelne Stern von Arktur. Er ist wie unsere Sonne ein gelblicher Stern beinahe 2. Größe im Abstand von knapp 40 Lichtjahren. In mittelalterlichen Darstellungen des Bärenhüters sieht man deswegen oft, dass dieser eine Lanze in der Hand hält.

Zum vierthellsten Bärenhüterstern Ceginus gelangt man, wenn man von der Deichsel des Großen Wagen ausgehend den Bärenhüter erreicht. Ceginus ist ein Stern 3. Größe, sein Name ist die lateinisierte Form des Sternbildnamens Bärenhüter, der im griechischen Theguius heißt. Ceginus ist ein weißlicher Stern im Abstand von 85 Lichtjahren. Biegt man von Arktur über Mirak nicht zur Gemma ab, sondern geht gleichviel weiter, so gelangt man zu delta Bootis; dieser ist wie unsere Sonne ein gelber Stern im Abstand von 120 Lichtjahren. 30 Lichtjahre weiter entfernt ist Nekkar, der an der Spitze des Bärenhüters steht, also oberhalb zwischen Ceginus und delta Bootis. Auch er ist wie unsere Sonne ein gelber Stern. Nekkar stammt von al-baqqar und bedeutet "Ochsentreiber". Rho Bootis schließlich erreicht gerade noch 3. Größe; er steht neben Mirak auf der Ceginus-Seite des Bärenhüters. Rho Bootis ist ein Roter Riese im Abstand von 150 Lichtjahren, also gleichweit entfernt wie Nekkar.

Wenn man von der Deichsel des Großen Wagen senkrecht zur Krümmung geht, so gelangt man zu einem Stern beinahe 2. Größe, das ist der Hauptstern Cor Caroli des unscheinbaren Sternbildes der Jagdhunde. Cor Caroli ist ein weißlicher Stern im Abstand von gut 100 Lichtjahren.

2.3 Das Sommerdreieck, die Leier und der Schwan

Das Sternbild der Leier
Hoch im Osten sieht man das Sommerdreieck, das aus der hellen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler besteht. Die Wega ist ein weißlicher Stern im Abstand von gut 25 Lichtjahren und bedeutet "herabstoßender Adler". Sie ist derzeit der hellste Stern am Abendhimmel. - Deneb heißt "Schwanz (des Schwanes)" und ist ein blauweißlicher Stern im Abstand von 3'000 Lichtjahren und trotzdem ein Stern erster Größe; Deneb ist also einer der hellsten Sterne unserer Milchstraße überhaupt. Atair ist ein sonnennaher Stern, der nur 17 Lichtjahre entfernt ist; er bedeutet "fliegender Adler" und ist wie die Wega ein weißlicher Stern. Im Altertum haben die Menschen also in der Wega und in Atair zwei fliegende Adler gesehen. Spiegelt man im Sommerdreieck den Stern Deneb an der Achse Wega - Atair, so gelangt man zu Ras Alhague im Schlangenträger, den Stern, auf den die Arktur-Mirak-Gemma-Deichsel weist.

Der "herabstoßende Adler" Wega ist der Hauptstern des Sternbildes der Leier, deren übrigen Sterne nicht sehr auffällig sind und im wesentlichen den Leierkasten bilden und wie ein Parallelogramm neben der Wega aussehen. Die beiden von der Wega weiter entfernten Sterne dieses Parallelogrammes haben 3. Größe: das sind Sheliak auf derselben Seite wie die Wega, ein weißlicher Stern im Abstand von fast 900 Lichtjahren sowie Sulaphat, ein blauweißlicher Riesenstern im Abstand von über 600 Lichtjahren. - Die beiden näheren Parallelogramm-Sterne sind schwächere Sterne 4. Größe: zeta Lyrae, ein weißlicher Stern im Abstand von 150 Lichtjahren auf der Wega-zugewandten Seite, sowie delta Lyrae, ein Roter Riese im Abstand von 900 Lichtjahren.

Geht man von der Wega-nahen kurzen Seite des Leierkastens senkrecht nach oben, also weg vom Leierkasten, so erreicht man den Stern epsilon Lyrae. Dieser bildet mit der Wega und dem Wega-nächsten Leierkasten-Stern zeta Lyrae ein beinahe gleichseitiges Dreieck und wer wirklich gute Augen hat, kann versuchen, die beiden epsilon Lyrae-Sterne von bloßem Auge zu erkennen. Dies ist aber schwieriger als das Erkennen von Alkor neben dem mittleren Deichselstern des Großen Wagen. Epsilon(2) Lyrae ist der Wega-nähere Stern, er ist ein weißgelblicher Stern im Abstand von 160 Lichtjahren. Der andere, epsilon(1) Lyrae, ist ein weißlicher Stern im gleichen Abstand. Beide Sterne sind beinahe 4. Größe hell.

Das Sternbild des Schwanes, manchmal auch "Kreuz des Nordens" genannt, ist sehr schön in das Sommerdreieck eingebettet und erstreckt sich von Deneb bis hin zu einem Stern 3. Größe namens Albireo, der den Kopf des Schwanes darstellt und den man zwischen der Wega und Atair, etwas innerhalb der Verbindungslinie und etwas näher an der Wega findet. Im Fernrohr bietet Albireo einen prächtigen Blick, haben wir hier doch einen Doppelstern mit einer blauweißlichen und einer orangefarbigen Komponente. Albireo bedeutet "Vogel" und ist knapp 400 Lichtjahre von uns entfernt. Geht man von Deneb in Richtung
Der wunderschöne Doppelstern Albireo
Albireo, so folgt bald ein Stern 2. Größe namens "Sadir"; das bedeutet "Brust"; hier also kann man sich die Brust des Schwanes vorstellen, der da am Sternenhimmel fliegt. Sadir ist ein gelblicher Stern; er ist der zweithellste Stern in Sternbild des Schwanes und mit 750 Lichtjahren ebenfalls ein weit entfernter Stern. Rechts und links von Sadir findet man ebenfalls je einen Stern knapp 2. Größe, welche die Flügel markieren. Der erste Stern des rechten Flügels vom Schwan heißt Gienah und ist der dritthellste Stern des Sternbildes. Er ist wie Arktur ein Roter Riese, mit gut 70 Lichtjahren rund doppelt so weit von uns entfernt. Der erste Stern des linken Flügels ist delta Cygni; er ist ein blauweißlicher Stern im Abstand von 150 Lichtjahren.

Etwas nach hinten abgewinkelt findet man dann noch drei weitere Sterne an den Flügelschwingen des Schwanes. Das Ende der Flügelschwinge des rechten Flügels, also jenseits von Gienah, wird von zeta Cygni markiert, einem wie unsere Sonne gelben Stern im Abstand von 200 Lichtjahren. Er erreicht 3. Größe. An der linken Flügelschwinge des Schwanes stehen zwei gleich helle Sterne beinahe 3. Größe; der innere ist tau Cygni, der äußere iota Cygni. Tau Cygni ist ein weißgelblicher Stern im Abstand von 70 Lichtjahren, iota Cygni ein weißlicher Stern im Abstand von 100 Lichtjahren. - Man kann den Schwan also schön figürlich mit seinen großen Schwingen am Firmament entlang fliegen sehen, der seinen langen Hals weit nach vorne streckt.

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2.4 Vom Adler zum Steinbock

Sternbildes des Steinbocks
Der "fliegende Adler" Atair wird von zwei Falken begleitet, die auf beiden Seiten neben Atair stehen, so dass sie manchmal mit dem Oriongürtel verwechselt werden. Der obere und hellere heißt Tarazed, ein Roter Riese beinahe 2. Größe im Abstand von fast 500 Lichtjahren; Tarazed bedeutet "(Beute) schlagender Falke"; der untere auf der anderen Seite von Atair heißt Alshain, der wie unsere Sonne ein gelber Stern im Abstand von knapp 50 Lichtjahren ist; Alshain bedeutet "Falke" und ist ein Stern beinahe 3. Größe.

Der Stern rechts oberhalb der Verlängerung der Sterne Atair und seiner beiden begleitenden Falken heißt "Deneb el Okab", das bedeutet "Schwanz des Adlers". Er ist der dritthellste Adlerstern, ein weißgelblicher Stern beinahe 2. Größe im Abstand von gut 80 Lichtjahren. - Geht man senkrecht der Sterne Atair und seiner beiden begleitenden Falken nach rechts, so sieht man zunächst den Stern delta Aquilae; auch er ist ein weißgelblicher Stern im Abstand von 50 Lichtjahren. Geht man ungefähr gleichviel weiter, so gelangt man zu Al Thalimain Prior; dies ist ein blauweißlicher Riesenstern im Abstand von 125 Lichtjahren. Beide Sterne erreichen die 3.Größe. Geht man noch ein bisschen weiter, so gelangt man zu Al Thalimain Posterior; dieser Stern erreicht 4. Größe; er ist ein blauweißlicher Stern im Abstand von 300 Lichtjahren. Al Thalimain bedeutet "die (beiden) Strauße".

Verlängert man die Sterne Atair und seine beiden begleitenden Falken nach links unten, so gelangt man zunächst zum vierthellsten Adlerstern theta Aquilae, einem blauweißlichen Riesenstern im Abstand von fast 300 Lichtjahren. Dieser Stern markiert den Oberarm des vom Adler getragenen Jüngling Antinous und hatte bei den Mandarin den Namen Tseen Foo, das bedeutet "himmliches Floß". Etwa in doppeltem Abstand folgen etwas nach rechts versetzt zwei Sterne untereinander, die schon zum Sternbild des Steinbockes gehören: Der obere ist Algiedi, das bedeutet "Ziege"; er ist wie unsere Sonne ein gelber Stern, der im Abstand von 120 Lichtjahren steht, der untere heißt Dabih, ursprünglich Sadaldabih, und ist ein Roter Riese im Abstand von 150 Lichtjahren. Sadaldabih bedeutet "Glücksgestirn des Schlachtenden". - Rechtwinklig der beiden gelangt man von Algiedi nach links gehend zum Stern Albali, der schon im Wassermann steht. Albali stammt von Sadalbula und heißt "Glücksgestirn dessen, der schluckt"; er ist ein weißlicher Stern im Abstand von gut 200 Lichtjahren. - Wer gute Augen hat, kann westlich von Algiedi einen weiteren Stern sehen; diese beiden sehen zwar wie ein Doppelstern aus, doch ist der Partnerstern, ebenfalls ein gelber Stern wie unsere Sonne, über zehnmal weiter entfernt.

Wenn man diese Linie nochmals gleichweit weiter nach unten verlängert, so kann man bei guter Sicht nochmals zwei schwächere Sterne 4. Größe in diesem Abstand voneinander sehen; der obere ist psi Capricorni und der untere omega Capricorni. Psi Capricorni ist ein weißgelblicher Stern im Abstand von 35 Lichtjahren und omega Capricorni ein Roter Riese im Abstand von knapp 250 Lichtjahren.

Bei guter Sicht kann man diese Linie von Atair und seinen beiden Falken ausgehend über theta Aquilae, Algiedi und Sadaldabih bis zu psi und omega Capricorni sehr einfach finden; die ersten 4 Sterne gehören zum Sternbild des Adlers, die nächsten vier Sterne gehören zum Sternbild des Steinbockes.

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2.5 Schlange, Schlangenträger sowie die nördlichen Teile des Schützen

Im Südwesten kann man den mittleren Stern der großen Arktur-Mirak-Gemma-Deichsel, also Mirak, an der Linie Arktur - Gemma spiegeln und gelangt so zu Unuk, einem Stern beinahe 2. Größe, dem Hauptstern der Schlange. Diese Spiegelung allerdings ist etwas länglich und diese Deichsel und Unuk bilden eine geometrische Figur, die wie ein Drachen aussieht, der aber nichts mit dem gleichnamigen Sternbild zu tun hat. - Unuk ist ein Roter Riese im Abstand von fast 75 Lichtjahren und bedeutet "Hals der Schlange". Durch Unuk zieht sich eine Sternenkette, die wie auf einem Lineal angeordnet am Himmel steht; diese Sterne gehören zu den Sternbildern der Schlange und des Schlangenträgers.

Die drei ersten Sterne dieses "Himmelslineals" gehören zum Sternbild der Schlange, die nächsten drei zum Sternbild des Schlangenträgers, ehe das Himmelslineal ein wenig nach oben abknickt zum Stern Sabik, der ebenfalls zum Schlangenträger gehört und der oberhalb des Sternbildes des Skorpions steht. Sabik ist ein Stern 2. Größe, ein weißlicher Stern im Abstand von gut 80 Lichtjahren; Sabik bedeutet "der Vorangehende".

In diesem "Himmelslineal" gibt es neben Unuk und Sabik noch zwei weitere hellere Sterne. Beide stehen im Schlangenträger und erreichen beinahe 2. Größe: Zeta Ophiuchi ist der unterste und hellste Stern in dieser Kette, also dort, wo das Himmelslineal zu Sabik abknickt; er ist ein blauweißlicher Stern im Abstand von fast 500 Lichtjahren und wird manchmal Han genannt. Der andere, Yed Prior - das bedeutet "erstere Hand", ist ein Roter Riese im Abstand von 170 Lichtjahren. Er ist von oben gezählt der vierte Stern im Himmelslineal; bei ihm findet der Übergang von der Schlange zum Schlangenträger statt. Sein Nachbarstern ist Yed Posterior, ein Stern 3. Größe; er ist wie unsere Sonne ein gelber Stern im Abstand von gut 100 Lichtjahren und bedeutet "nachfolgende Hand". - Gleich nach Unuk sieht man epsilon Serpenti; er ist ein weißlicher Stern beinahe 3. Größe im Abstand von 70 Lichtjahren. Auf der anderen Seite von Unuk, rund doppelt so weit entfernt, steht delta Serpentis am Anfang des Himmelslineals; er ist ein echter Doppelstern zweier weißgelblicher Sterne im Abstand von gut 200 Lichtjahren, die vierte Größe erreichen.

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2.6 Das Sternbild des Skorpions

Das Sternbild Skorpion am südlichen Himmel
Rechts unterhalb vom Ende des "Himmelslineals" kann man einen rötlichen Stern erster Größe bewundern, das ist Antares, ein Roter Riese im Abstand von über 500 Lichtjahren. Wegen seiner schon von bloßem Auge sichtbaren rötlichen Farbe heißt er Antares, das kommt von "Ant-Ares" und bedeutet "dem Ares (das ist der Mars) entgegengesetzt". Antares markiert die Stelle des Herzens des Skorpions; sein ursprünglicher arabischer Name ist Calb-al-akrab, das bedeutet "Herz des Skorpion".

Leider steht der Skorpion in unseren Breiten sehr südlich und meist kann man nur den vorderen Teil des Skorpions mit seinem tiefroten Hauptstern Antares sehen. Dieser vordere Teil des Skorpion besteht aus zwei senkrecht zueinander stehenden engeren deichselförmigen Dreiergruppen. Man kann sich also vorstellen, dass sich der Skorpion gerade aus dem Sand ausgräbt und erst die Scheren - das sind die vorderen drei Sterne - und der vordere Teil seines Körpers - das sind die unteren drei Sterne - zum Vorschein gekommen sind. Diese beiden Dreiergruppen sind leicht gebogen und stehen senkrecht zueinander.

Die beiden oberen Sterne der vorderen Dreiergruppe, Akrab und Dschubba, erreichen zweite Größe. Akrab bedeutet "Skorpion", Dschubba bedeutet "Stirn"; beide sind blauweißliche Riesensterne; Akrab ist über 500 Lichtjahre und Dschubba ungefähr 400 Lichtjahre entfernt. Aufgrund eines Helligkeitsausbruches ist derzeit die Dschubba heller als Akrab.

Der untere Stern der vorderen Dreiergruppe, pi Scorpii, ist ein blauweißlicher Stern beinahe 2. Größe im Abstand von gut 450 Lichtjahren.

In der Mitte der unteren Dreiergruppe steht Antares. Seine beiden Nachbarsterne haben den Namen Alniyat, das bedeutet "Schutz des Herzen (des Skorpion)" - das Herz wird ja von Antares dargestellt. Beide "Schutzsterne" sind blauweißliche Sterne; der linke tau Scorpii im Abstand von 430 Lichtjahren und der rechte sigma Scorpii fast doppelt so weit im Abstand von rund 700 Lichtjahren.

Bei sehr guter Südwestsicht kann man in Fortsetzung der unteren Dreiergruppe den körpernächsten Schwanzstern epsilon Scorpii, der manchmal Wei genannt wird, sowie ungefähr nochmals so weit entfernt etwas oberhalb der Verbindungslinie den hintersten Schwanzstern Shaula, der beinahe erste Größe erreicht, über dem Horizont erkennen. Unterhalb dieser beiden Sternen windet sich der mächtige Schwanz des Skorpion. Wei ist ein Roter Riese 2. Größe im Abstand von 70 Lichtjahren und die Shaula ist ein weit entfernter blauweißlicher Riesenstern im Abstand von über 700 Lichtjahren. Shaula bedeutet "erhobener Schwanz (des Skorpion)". Unmittelbar rechts neben der Shaula kann man einen Stern beinahe 2. Größe erkennen, das ist der Stern Lesath, ein blauweißlicher Stern, rund 200 Lichtjahre näher als die Shaula. Lesath bedeutet "Stich eines giftigen Tieres". Bei sehr guter Horizontsicht kann man unter den beiden und links neben ihnen ebenfalls je einen Stern erkennen. Der Stern unter ihnen heißt Girtab, ein Stern gerade noch 2. Größe, er ist ein blauweißlicher Stern im Abstand von rund 500 Lichtjahren. Girtab ist die sumerische Bezeichnung für Skorpion. Der Stern links neben Shaula und Lesath ist der Stern G Scorpii, er erreicht 3. Größe und ist ein Roter Riese im Abstand von 130 Lichtjahren.

Zwischen Antares und dem vorderen, also oberen "Schutzstern" kann man geringfügig unter diesen beiden Sternen den Kugelsternhaufen M4 sehen. Dieser ist nur 7500 Lichtjahre entfernt und somit der nächstgelegene Kugelsternhaufen. Leider ist er für Beobachter in Mitteleuropa wegen seiner südlichen Lage eher unattraktiv, kann aber mit einem starken Feldstecher bei guter Südsicht oder bei Ferien in Südeuropa einfach aufgefunden werden.

In Südeuropa bietet sich schon ein viel eindrucksvollerer Anblick dieses schönen Sternbildes: dort genügt es, nach Sonnenuntergang nach Süden zu schauen, da kann man den Skorpion problemlos am Himmel erkennen: Die beiden zuvor beschriebenen senkrecht zueinander stehenden engeren Dreiergruppen bilden die vorderen Scheren mit Akrab und Dschubba sowie den Leib des Skorpion mit Antares beim Herz des Skorpion. Unterhalb stehen Wei am Beginn des mächtigen Schwanzes sowie Shaula, Lesath und Girtab am Schwanzende des Skorpions halbhoch am Himmel.

Uterhalb von Wei und Shaula befindet sich der gebogene Schwanz um den Stern Sargas, der ebenfalls beinahe erste Größe erreicht. Sargas steht am unteren Ende der Schwanzkrümmung und ist auch von Südeuropa nur bei sehr guter Südsicht tief am Horizont zu erkennen; er ist ein weißgelblicher Stern im Abstand von fast 200 Lichtjahren. Von Sargas aus windet sich der Schwanz des Skorpion wieder hinauf, ehe er Girtab und dann Shaula und Lesath erreicht.

Folgt man der Linie des Skorpion von Antares und seinen beiden Schutzsternen weiter über Wei hinaus, so folgt im Schwanz des Skorpions zunächst der Stern mue Scorpii, der ein optischer Doppelstern eines Sternes 3. und eines Sternes gerade noch 3. Größe ist; beide sind blauweißliche Sterne; der rechte und hellere im Abstand von über 800 Lichtjahren, der linke im Abstand von gut 500 Lichtjahren. Der nächste Stern ist dann zeta Scorpii, ein Roter Riese im Abstand von 150 Lichtjahren. Er erreicht beinahe 3. Größe. Hier biegt der Schwanz des Skorpion nun nach Osten ab zu eta Scorpii, einem weißgelblichen Stern 3. Größe im Abstand von 72 Lichtjahren. Dann folgt Sargas, ehe sich der Schwanz wieder nach oben windet. Zunächst kommt iota Scorpii, ein weit entfernter weißgelblicher Stern 3. Größe im Abstand von fast 2000 Lichtjahren, und dann Girtab. Nun zweigt sich der Schwanz auf - nach rechts gelangt man zu Shaula und Lesath, nach links zu G Scorpii.

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2.7 Der Weg vom Kleinen Wagen durch den Drachen zur hellen Wega und zur Cassiopeia

Am einfachsten gelangt man zur hellen Wega in der Leier, indem man von den beiden hinteren Kastensternen des Kleinen Wagen, die zwischen dem Polarstern und der Deichsel des Großen Wagen stehen, ausgeht: In nur dreifacher Verlängerung von Kochab zu Pherkad, also vom helleren zum schwächeren hinteren Kastenstern des Kleinen Wagen, steht ein Stern beinahe 2. Größe namens eta Draconis, er ist der zweithellste Stern des Drachens. Eta Draconis ist wie unsere Sonne ein gelber Stern im Abstand von 80 Lichtjahren. Biegt man in Bewegungsrichtung im Uhrzeigersinn, d.h. zur Zeit nach rechts, ab, so kann man in halbem Abstand einen weiteren Stern des Sternbildes Drachen erkennen, das ist Aldhibah, ein blauweißlicher Riesenstern im Abstand von 300 Lichtjahren. Aldhibah erreicht 3.Größe und bedeutet "die beiden Wölfe", womit er sowie eta Draconis, der hellere der beiden, gemeint sind.

Geht man nun von den beiden hinteren Kastensternen des Kleinen Wagen durch das Tor, das von den beiden Wölfen eta Draconis und Aldhibah aufgespannt wird, hindurch und nochmals gleich weit, so gelangt man zu zwei Sternen 2. und beinahe 2. Größe. Der linke ist der hellste Stern des Sternbildes des Drachen und heißt Ettanin, der rechte ist der dritthellste Stern des Sternbildes und heißt Alwaid. Ettanin ist ein 150 Lichtjahre entfernter Roter Riese und bedeutet "Seeungeheuer", Alwaid ein wie unsere Sonne gelber Stern im Abstand von 400 Lichtjahren. Alwaid bedeutet "die Kamelmütter, die ihre 7 Tagen alten Jungen bei sich haben"; gemeint ist hiermit die Sterngruppe, zu der auch Ettanin gehört. Beide Sterne stehen im Kopf des Drachen und gemäß der Mythologie starrt der Drache den benachbarten Herkules mit zwei verschiedenfarbigen Augen an: Ettanin ist ein Roter Riese und Alwaid ein gelblicher Stern. Es ist bemerkenswert, dass damals die Luft so rein war, dass man sogar noch die Farbe dieser beiden Sternen erahnen konnte.

Geht man diesen Weg weiter, so gelangt man etwa nochmals gleichviel weiter zur hellen Wega in der Leier.

Der Drache hat noch zwei weitere Sterne 3. Größe: Den vierthellsten Drachenstern Al Tais findet man sehr einfach in der doppelten Verlängerung vom zweithellsten Drachenstern eta Draconis über Aldhibah. Er ist wie unsere Sonne ein gelber Stern im Abstand von 100 Lichtjahren. Geht man diese Verlängerung gleichviel weiter, so gelangt man zu einem Stern 2. Größe, das ist Alderamin, der Hauptstern des Andromedavaters Kepheus. Alderamin bedeutet "rechter Arm" und ist ist ein weißlicher Stern im Abstand von 50 Lichtjahren. Links neben Alderamin steht Alfirk, ein weiterer Stern 3. Größe des Kepheus. Er ist ein blauweißlicher Stern im Abstand von 600 Lichtjahren. Alfirk bedeutet "(Schaf-)Herde" und bildet mit Al Tais und Alderamin ein rechtwinkliges Dreieck. Schräg links unterhalb von Alfirk steht Alrai, der ebenfalls 3. Größe erreicht. Alrai das bedeutet "Schäfer", er ist ein Roter Riese, der etwa gleich weit entfernt ist wie Alderamin. Rechts unterhalb der drei Kepheussterne Alderamin, Alfirk und Alrai kann man bei guter Nordostsicht das Himmels-W der Andromedamutter Cassiopeia erkennen.

Wie Al Tais ebenfalls 100 Lichtjahre entfernt ist der Stern Edasich auf der anderen Seite vom zweithellsten Drachenstern eta Draconis als Aldhibah; er ist ein Roter Riese. Al Tais bedeutet "Ziegenbock" und Edasich bedeutet "Hyäne"; Hyänen gehören ja ebenso wie die Wölfe zu den Raubtieren, die sich in der Nähe von Kamelen herumtreiben.

2.8 Das Sternbild der Waage

Das Sternbild der Waage und ihr weiteres Umfeld zur Orientierung, In der vergrößerten Darstellung sind alle beschriebenen Sterne bezeichnet.
Das Sternbild der Waage befindet sich im Tierkreis zwischen der Jungfrau und dem Skorpion, senkrecht rechts der Mitte des Himmelslineals und ist trotz zweier Sterne beinahe 2. Größe, die neben Akrab und Dschubba im Skorpion immerhin zu den vier hellsten Sternen im Areal zwischen Antares und der Spica gehören sowie einem Stern 3. Größe eher unauffällig. Die übrigen Sterne nur bei sehr guter Südsicht erkennen kann. Meistens sieht man nur drei Sterne, die man als Aufhängepunkt und als die beiden Waagebalken interpretieren kann. Fast alle Sterne dieses Sternbildes haben Körperbezeichnungen der beiden Klauen des Skorpions.

Der hellste Waagestern ist der obere Stern Zuben-el-schemali, er ist ein blauweißlicher Stern im Abstand von 120 Lichtjahren. Von bloßem Auge gleich hell steht rechts unter ihm, in Richtung der Spica eingerückt, der mittlere Stern Zuben-el-genubi; er ist ein weißlicher Stern im Abstand von 77 Lichtjahren. Zuben-el-schemali bedeutet "die nördliche Klaue (des Skorpions)", Zuben-el-genubi bedeutet "die südliche Klaue (des Skorpions)". Er steht ungefähr in der Mitte zwischen der Spica und Antares.

Der untere Waagestern ist Brachium, er ist ein Roter Riese 3. Größe im Abstand von 300 Lichtjahren. Brachium bedeutet "Arm".

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2.9 Das Sternbild des Herkules

Der Herkules ist ein weiträumiges Sternbild zwischen der Wega, der Nördlichen Krone und dem Schlangenträger, das nur zwei Sterne beinahe 2. Größe aufweist und somit insgesamt eher unscheinbar ist. Dieses Sternbild beherbergt einen der bekanntesten, bei nicht lichtverschmutzten Bedingungen sogar von bloßem Auge sichtbaren und einfach auffindbaren Kugelsternhaufen namens M13.

In der Einführung der wichtigsten Sterne wird die große Arktur-Mirak-Gemma-Deichsel beschrieben, die auf den Stern Ras Alhague weist. Auf dem Weg dahin kommt man ungefähr in der Mitte am hellsten Herkules-Sterns Rutikulus vorbei. Gehen wir nun nach oben in Richtung Wega, so sieht man ein fast gleichseitiges Dreieck, dessen untere Spitze in Rutikulus liegt und dessen Kantenlänge rund ein Drittel des Abstandes zur Wega beträgt. Der linke Stern des gleichseitigen Dreiecks erreicht 3. Größe und heißt Sarin, der rechte ist der zweithellste Herkulesstern zeta Herculi, der gleich hell ist wie Rutikulus.

Wer dieses fast gleichseitige Dreieck nicht auf Anhieb sieht, kann den Hauptstern des Herkules zu Hilfe nehmen. Dieser heißt Ras Algethi und ist ein Stern 3. Größe ganz in der Nähe von Ras Alhague: Man erreicht ihn von Arktur, Mirak und Gemma ausgehend kurz ehe man Ras Alhague erreicht. Ras Algethi bildet mit Rutikulus und Sarin an der Spitze ein etwas schiefes Dreieck, das wie ein Pfeil auf die Wega weist. Nun findet man auch ganz einfach den zweithellsten Herkulesstern zeta Herculi, indem man Ras Algethi an der Achse Rutikulus - Sarin spiegelt.

Die beiden hellsten Herkulessterne, Rutikulus und zeta Herculi, sind wie unsere Sonne gelbe Sterne. Beide Sterne erreichen beinahe zweite Größe. Rutikulus ist 150 Lichtjahre entfernt und heißt "Achselhöhle"; sein griechischer Name Kornephorus bedeutet "Keulenträger" und zeta Herculi ist gut 30 Lichtjahren entfernt. Sarin ist ein weißlicher Stern 3. Größe im Abstand von fast 100 Lichtjahren; die Bedeutung dieses Namens ist nicht mehr bekannt.

Ras Algethi bedeutet "Kopf des Knienden", da der Herkules meist als kniender Held dargestellt wird; er ist ein Roter Riese im Abstand von fast 400 Lichtjahren.

Der zweit hellste Herkulesstern zeta Herculi steht am unteren Ende eines trapezartigen Vierecks, das auch Herkules-Trapez heißt. Diagonal gegenüber steht der Stern pi Herculi, der gleichhell wie Sarin ist. Sei noch der Stern eta Herculi genannt; zu ihm gelangt man, indem man von Rutikulus ausgehend an zeta Herculi vorbeigeht. Eta Herculi steht also in dem Trapez "neben" pi Herculi. und erreicht gerade noch 3. Größe. In der vierten Ecke dieses Trapezes befindet sich ein schwächerer Stern gerade noch 4. Größe, das ist epsilon Herculi. - Pi Herculi ist ein Roter Riese im Abstand von 400 Lichtjahren, eta Herculi wie unsere Sonne ein gelber Stern im Abstand von 80 Lichtjahren und epsilon Herculi ist ein weißlicher Stern im Abstand von 160 Lichtjahren.

Kugelsternhaufen M13 im Herkules. Bild Observatorium Wendelstein.
Im Herkules-Trapez kann man den bekannten Kugelsternhaufen M13 finden: geht man von Rutikulus am zweithellsten Herkulesstern zeta Herculi vorbei zu eta Herculi, so sieht man in einem Feldstecher oder bei licht-unverschmutzer Sicht sogar von bloßem Auge zwischen zeta und eta Herculi, ein Drittel von eta und zwei Drittel von zeta entfernt, ein verwaschenes Fleckchen; das ist der bekannte Kugelsternhaufen M13. Er ist ein Kugelsternhaufen, also eine kugelförmige Sternansammlung innerhalb unserer Milchstraße. Dieser Kugelsternhaufen ist 25'000 Lichtjahre von uns entfernt und enthält etwa 300'000 Sterne.

Oft wird der Herkules als auf dem Kopf stehendes "K" beschrieben, das aus dem Herkules-Trapez das mit dem zweithellsten Herkulesstern zeta Herculi und pi Herculi sowie den beiden Sternen Rutikulus und Sarin besteht. Dieses auf dem Kopf stehende "K" befindet sich zwischen der Nördlichen Krone und der Wega.

Verlängern wir jetzt etwa dreimal die kürzere Kante der unteren Trapezsterne nach links, also vom zweithellsten Herkulesstern zeta Herculi nach epsilon Herculi, so gelangen wir zu einem weiteren Herkulesstern 3. Größe namens mue Herculi. Dieser ist wie unsere Sonne und die beiden hellsten Herkulessterne Rutikulus und zeta Herculi ein gelber Stern, wie zeta Herculi im Abstand von rund 30 Lichtjahren. Mue Herculi kann man auch finden, indem man vom hellsten Herkulesstern Rutikulus an Sarin vorbei ungefähr gleichviel weitergeht.

Von hier gelangt man übrigens sehr einfach zur hellen Wega: betrachtet man die vier Sterne zeta und pi Herculi sowie Sarin und mue Herculi, so bilden diese ebenfalls ein Trapez, welches aber etwas größer ist als das Herkules-Trapez. Verlängert man nun diese beiden Linien etwa zweimal nach oben, so findet man dort ungefähr in der Mitte die helle Wega.

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3 Das Sternbild des Monats: Der Schütze

Das Sternbild des Schützen ist das am tiefsten gelegene Sternbild des Tierkreises und seine nördlichen Teile sind von Mitteleuropa aus nur bei guter Südsicht sichtbar. Deswegen wird es meistens nicht weiter beachtet und auch in Südeuropa sind die südlichen Teile des Schützen nicht prominent erkennbar. Oftmals wird es auch bei guter Südsicht nur gelingen, die drei nördlichsten Sterne des Schützen zu erkennen.

Dies geschieht am einfachsten in Verlängerung des Himmelslineals über Sabik hinaus: Zunächst erreicht man in doppelter Verlängerung des Himmelslineals von Han über Sabik hinaus einen Stern beinahe 2. Größe namens Kaus Borealis und dann weitergehend in dreifacher Verlängerung den zweithellsten Schützenstern Nunki, der 2. Größe erreicht und immerhin so hell wie der Polarstern ist. Etwas links oberhalb von Nunki, in Richtung des Adlersternes Atair, steht der Stern Albalda, der wie Kaus Borealis die zweite Größe nur knapp verfehlt.

Kaus Borealis heißt "nördlicher Stern des Bogens" und ist ein Roter Riese im Abstand von 80 Lichtjahren, Nunki bedeutet "göttlicher Ort der Erde" und ist ein blauweißlicher Riesenstern im Abstand von über 220 Lichtjahren und Albalda links oberhalb in Richtung Atair bedeutet "der Platz, die Gegend"; er ist ein weißgelblicher Stern im Abstand von 450 Lichtjahren.

Zu Nunki kann man auch gelangen, indem man den oben beschriebenen Weg vom Adler in den Steinbock beschreitet und bei den beiden ersten Steinbocksternen Algiedi und Sadaldabih senkrecht nach rechts unten etwa gleichweit abbiegt.

Bei sehr guter Südsicht kann man auf beiden Seiten von Nunki außerdem je einen Stern gerade noch dritter Größe erkennen, das sind tau und phi Sagittarii.

Im Sternbild Schützen befindet sich das Zentrum der Milchstrasse. Bild Akira Fujii
Der Schütze ist ein unübersichtliches Sternbild, welches man sich am einfachsten als zwei Bögen vorstellen kann, die schräg übereinander stehen. Beide Bögen haben in dieser Vorstellung einen Pfeil.

Der zweithellste Schützenstern Nunki befindet sich in dieser Vorstellung in der Mitte des "oberen Bogens", Kaus Borealis am oberen Ende des unteren Bogens und Albalda in Richtung Atair am oberen Ende des "oberen Bogens".

Der obere Bogen wird unterhalb von Nunki bei guter Südsicht am unteren Ende vom Stern Askella vervollständigt, das bedeutet "Achsel". Er ist ein weißlicher Stern knapp 2. Größe im Abstand von 90 Lichtjahren. - Rechts und links neben Nunki, dem mittleren Bogenstern des oberen Bogens, sieht man etwas unterhalb die Sterne phi Sagittarii an der "Pfeilspitze" des oberen Bogens und tau Sagittarii am nach hinten gespannten Pfeilende oberhalb von Askella, die ja am unteren Ende des oberen Bogens steht. Phi Sagittarii ist ein blauweißlicher Stern im Abstand von 230 Lichtjahren und tau Sagittarii ein Roter Riese im Abstand von 120 Lichtjahren. Beide sind Sterne 3. Größe. Fast gleichhell ist auch der Stern xi2 Sagittarii rechts neben Albalda am oberen Ende des oberen Bogens; er ist wie unsere Sonne ein gelber Stern im Abstand von fast 400 Lichtjahren.

Bei sehr guter Südsicht kann man auch die übrigen Sterne des unteren Bogens erkennen: Kaus Meridionalis steht in der Mitte des unteren Bogens; und der hellste Stern des Sternbildes ist Kaus Australis am unteren Ende des unteren Bogens. Kaus Meridionalis bedeutet "mittlerer Stern des Bogens", er ist ein Roter Riese beinahe 2. Größe im Abstand von 300 Lichtjahren. Kaus Australis erreicht beinahe 1. Größe, ist aber aufgrund seiner südlichen Lage nur bei sehr guter Südsicht erkennbar. Kaus Australis bedeutet "südlicher Stern des Bogens" und ist ein blauweißlicher Riesenstern im Abstand von knapp 150 Lichtjahren. Rechts neben Kaus Meridionalis steht der Stern An-Nasl an der Pfeilspitze des unteren Bogens und An-Nasl heißt auch passenderweise "Pfeilspitze"; ist ein Roter Riese im Abstand von 100 Lichtjahren.

Betrachtet man nun die wirkliche Figur dieses Sternbildes, so ist der untere Bogen tatsächlich der Bogen des Schützen, während der obere Bogen um den zweithellsten Schützenstern Nunki Positionen im Oberkörper des Schützen angibt. Nunki in der Mitte des "oberen Bogens" steht an der rechten Schulter des Schützen; Albalda, der obere Stern des "oberen Bogens", steht am Ohr des Schützen, und Askella, der untere Stern des "oberen Bogens", steht wie sein Name angibt an der Achsel des Schützen. Die beiden "Pfeilsterne" des oberen Bogens sind tau Sagittarii am abgewinkelten Pfeilende, er steht an der Hand des Schützen und phi Sagittarii an der Pfeilspitze des oberen Bogens, er markiert in Wirklichkeit das von der eben beschriebenen Hand gespannte Pfeilende des Pfeiles, der wie heutzutage noch in Sportvereinen üblich ein sehr langer Pfeil ist. Xi2 Sagittarii rechts neben Albalda, dem oberen Stern des "oberen Bogens", steht an der Nase des Schützen.

Schräg rechts unterhalb des hellsten Schützensternes Kaus Australis steht eta Sagittarii, ein Stern 3. Größe. Er ist ein Roter Riese im Abstand von 150 Lichtjahren und ist nur bei sehr guter Südsicht oder von Südeuropa aus sichtbar.

Dem Sternbild des Schützen wird in der Mythologie das Sternbild des Zentaurn Cheiron zugeordnet. Dieser war ein guter Bogenschütze und schießt - wie man am Himmel sehen kann - gerade einen Pfeil auf den Skorpion, der bekanntlich den Himmelsjäger Orion stach.

Der Schütze ist aus astronomischer Sicht sehr bedeutsam, da sich das Zentrum unserer Milchstraße in diesem Sternbild befindet. Dieses ist knapp 30'000 Lichtjahre von uns entfernt und gewaltige Staubmassen verdecken die Sicht dorthin mit optischen Mitteln, so dass die von dort kommenden riesigen Energiemengen die Erde in einem Wellenlängenbereich erreichen, in welchem sie uns nicht schaden.

4 Die Mondstationen am Abendhimmel

4.1 Allgemeines

Bekanntlich sind die 12 Tierkreiszeichen des heutigen Horoskopes diejenigen Sternbilder, denen die Sonne im Verlaufe des Jahres ihren Besuch abstattet, allerdings wird das Sternbild des Schlangenträgers dabei nicht mitgezählt, da der Zahl 12 eine besondere Bedeutung zukommt. Zu Zeiten der Araber indes hat man die Sterne nicht nach großflächigen Sternbildern eingeteilt, sondern nach hellen Einzelsternen und nach nahe beieinander stehenden Sterngruppen. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass aufgrund der sehr viel klareren Luft damals auch Sterne 3. Größe helle Sterne waren und Sterne 4. Größe problemlos gesehen werden konnten.

Die Araber haben 28 solcher hellen Sterne und Sterngruppen ausgewählt, durch die im Verlaufe des Jahres der Neumond zieht, das sind die Mondstationen. Da die Mondbahn nur geringfügig gegen die Sonnenbahn geneigt ist, liegen diese Mondstationen alle in der Nähe der Tierkreiszeichen. Dank ihrer Prominenz sind die ursprünglichen Namen dieser Sterngruppen bis heute überliefert, indes sind nur einige ihrer Namen in die Astronomie eingegangen, obgleich diese Mondstationen immerhin sechs Sterne 1. Größe enthalten.

4.2 Die Mondstationen des Skorpions

Die erste Mondstation des Skorpions heißt al-ikil und wird durch die vordere Dreiergruppe des Skorpion, die aus Akrab, Dschubba und pi Scorpii besteht, gebildet. Al-ikil bedeutet "die Krone auf der Stirn des Skorpion". In der indischen Tradition heißen diese Sterne "Apostel des göttlichen Funkens".

Die zweite Mondstation des Skorpions heißt al-qalb, das bedeutet "Herz des Skorpions". Sie wird vom Hauptstern des Skorpion, von Antares gebildet. In der indischen Tradition werden neben Antares auch seine beiden Nachbarsterne sigma und tau Scorpii verwendet, die ja das Herz des Skorpions, das von Antares dargestellt wird, schützen. Diese Mondstation wurde "der Älteste" genannt. Die dritte Mondstation des Skorpions heißt as-sawla und hat dem Stern Shaula seinen Namen gegeben. As-sawla bedeutet "der Stachel am Schwanzende des Skorpion". Sie wird von den beiden Stachelsternen Shaula und Lesath gebildet. In der indischen Tradition wird der gesamte hintere Teil des Skorpion als Mondstation verwendet und heißt "Wurzel". Außer Wei, wo der mächtige Schwanz des Skorpion anfängt, sowie Shaula, Lesath und Girtab kann man diese Sterne nur von Südeuropa aus gut erkennen. Unterhalb von Wei folgen zunächst die Sterne mue und zeta Scorpii, wo der Schwanz des Skorpion zu eta Scorpii nach Osten abbiegt. Dann folgt Sargas, ehe sich der Schwanz wieder nach oben zu iota Scorpii und Girtab hinaufwindet. Nun zweigt sich der Schwanz auf - nach rechts gelangt man zu Shaula und Lesath, nach links zu G Scorpii; letzterer wurde aber nicht mehr zur Mondstation hinzugezählt.

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4.3 Der Schlangenträger und der Tierkreis

Wie oben gesehen geht der Tierkreis auch durch das Sternbild des Schlangenträgers, jedoch ist dieses Sternbild weder im Horoskop verwendet noch sind Sterne von ihm als Mondstation überliefert. Das verwundert nicht weiter, da sich der sehr eindrucksvolle Schwanz des Skorpion nur wenig südlich befindet.

Am einfachsten kann man das vom Himmelslineal ausgehend nachvollziehen: Biegt man in der Mitte des Himmelslineals nach Westen ab, so gelangt man zum Sternbild der Waage; biegt man am unteren Ende zwischen Han und Sabik nach Westen ab, so gelangt man zu Antares, und verlängert man das Himmelslineal über Han und Sabik hinaus, so gelangt man zu den beiden Schützensternen Kaus Borealis und Nunki.

Geht man nun vom Ende des Himmelslineals bei Han geradeaus weiter, also am abseits gelegenen Stern Sabik vorbei gleichviel weiter, so gelangt man zu einem Stern 3. Größe, das ist theta Ophiuchi. Theta Ophiuchi ist ein blauweißlicher Riesenstern im Abstand von fast 600 Lichtjahren; er befindet sich ziemlich genau in der Mitte zwischen Antares und dem Schützenstern Kaus Borealis. Der Tierkreis verläuft zwischen Sabik und theta Ophiuchi.

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4.4 Die Mondstationen des Schützen

Das Sternbild des Schützen beherbergt zwei Mondstationen.

Die erste heißt an-nahim und besteht aus allen helleren Schützensternen mit Ausnahme der drei nördlichsten, das sind Albalda am oberen Ende des oberen Bogens und xi2 Sagittarii rechts neben ihm sowie Kaus Borealis am oberen Ende des unteren Bogens. Somit wird diese Mondstationen von zweimal vier Sternen gebildet, nämlich von Nunki und Askella sowie den beiden Sternen tau und phi Sagittarii auf beiden Seiten von Nunki sowie von Kaus Meridionalis mit An-Nasl und Kaus Australis mit eta Sagittarii. Die Mythologie hat in diesen Sternen zwei Straußen gesehen, von denen einer - nämlich derjenige mit Nunki und Askella - von der Tränke am Fluss (der Milchstraße) kommt. An-nahim bedeutet also "die Strauße" und man beachte, dass die beiden Adlersterne Al Thalimain Prior und Al Thalimain Posterior, die nur wenig nördlich stehen, ebenfalls "Strauße" bedeuten. In der indischen Tradition werden nur der mittlere und der unteren Bogenstern des unteren Bogens Kaus Meridionalis und Kaus Australis verwendet, und die Mondstation heißt "früher Sieg" oder "der Unbesiegte".

Die zweite Mondstation des Schützen heißt al-balda und bezeichnet die sternleere Gegend unterhalb von Albalda am oberen Ende des oberen Bogens. Al-balda bedeutet "der Platz, die Gegend". In der indischen Tradition werden der mittlere und der untere Bogenstern des oberen Bogens Nunki und Askella verwendet; die Mondstation heißt "später Sieg" oder "der spätere Unbesiegte".

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4.5 Die Mondstation des Steinbocks

Die Mondstation des Steinbocks wird von den beiden ersten Steinbocksternen Algiedi und Sadaldabih in der Verlängerung der Adler-Steinbock-Linie gebildet und heißt nach dem helleren der beiden Sterne Sadaldabih. In der indischen Tradition werden die Adlersterne Atair und seine beiden Falken Tarazed und Alshain verwendet, dort heißt die Mondstation "die Anhörung".

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Die in diesem Beitrag verwendeten Bilder stammen von verschiedenen Astronomie-Organisationen, sie dürfen für die Zwecke der Bildung genutzt werden.


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