Sternenhimmel im Oktober 2007

  1. Allgemeines im aktuellen Monat
  2. Sternbild des Monats: Der Pegasus
  3. Kleine Einführung in die wichtigsten Sterne
  4. Feldstecher-Objekte

Der Verfasser

Ralf Kannenberg

Diplomierter Mathematiker, in der Computerbranche tätig.

Schon als kleiner Junge hat Ralf Kannenberg mit Begeisterung den Apollo-Astronauten auf ihren Ausflügen im Mond-Auto zugeschaut, wann immer sie im Fernsehen übertragen wurden. Er interessierte sich stets für populärwissenschaftliche Astronomie und begann 1978 aktiv mit dem Beobachten, indem er sich autodidaktisch die Sternbilder angeeignet hat.
Ralf bevorzugt Beobachtungen ohne optische Hilfsmittel und ist sehr gut mit den Problematiken und Tücken der Beobachtungen des Sternhimmels vertraut; er weiß aus eigener Erfahrung recht genau, wo man als Laie etwas sieht und wo man nichts sieht; insbesondere hat er gelernt, dass man sich von Fehlschlägen nicht entmutigen lassen sollte.
Es ist Ralf ein Anliegen, jungen Menschen die faszinierende Welt des Sternenhimmels nahe zu bringen und dabei auch von seinen eigenen langjährigen Erfahrungen zu berichten. Aus diesem Grunde steht er auch bei individuellen Fragen gerne per E-Mail (an kontakt(at)jugendforum-mithila.de) zur Verfügung.


1. Allgemeines im aktuellen Monat

Diese Rubrik ist ein allgemeiner Überblick über den abendlichen Sternenhimmel im aktuellen Monat sowie über den Stand der hellen Planeten. Eine erste einfache Einführung, wie man die wichtigsten Sterne finden kann, findet sich in der dritten Rubrik.

Im Oktober ist der Sternhimmel im Umbruch - Arktur ist nur noch nach Sonnenuntergang bei guter Westsicht zu sehen, die ersten Sterne des Sommerdreiecks haben bereits den Zenit überschritten und die ersten Herbststernbilder stehen bereits hoch im Osten. Halbhoch im Nordosten kann man gut die helle Capella erkennen, rechts schräg unter ihr funkelt ein rötlicher Stern, das ist der Planet Mars, dessen Sichtbarkeit nun rasch besser wird.

Der Große Wagen sinkt nun links vom Polarstern rasch hinab, während die Cassiopeia im Nordosten immer höherzieht.


2. Sternbild des Monats: Der Pegasus

Das erste Herbst-Sternbild, das man am Himmel bewundern kann, ist jenes des Pegasus, der meist in einem Atemzug mit der Andromeda genannt wird. Auch in dieser Vorstellung werden drei Sterne der Andromeda mitberücksichtigt.

Das Sternbilder des Pegasus ist sehr einfach zu finden - es besteht im Wesentlichen aus einem großen Quadrat, welches nun abends im Herbst hoch im Osten auf einer Spitze stehend wie eine übergroße Vorfahrtstafel am Himmel aussieht und oftmals "Herbstviereck" genannt wird. Nach links zweigt die Andromedakette ab, nach rechts zweigt eine kleine Sternenkette zum hellsten Pegasus-Stern Enif ab, den man auch findet, wenn man die Wega an der Achse Deneb - Atair spiegelt. Oberhalb der Spitze des Herbstvierecks befindet sich ein beinahe gleichseitiges Dreieck, dessen rechte Ecke aus zwei Sternen besteht; dieses kleine typische Dreieck kann man leicht am Himmel wiederfinden und sich somit gut orientieren.

2a. Das kleine gleichseitige Dreieck an der Spitze des Herbstvierecks

An der oberen Spitze des Herbstvierecks steht ein Stern 2. Größe namens Scheat; er ist ein Roter Riese, der gut 200 Lichtjahre von uns entfernt ist. Scheat ist der zweithellste Pegasusstern und heißt "Bein (des Pferdes Pegasus)" und steht in einem kleinen fast gleichseitigen Dreieck an der linken unteren Ecke. Dieses Dreieck hat links neben der rechten unteren Ecke einen weiteren gut erkennbaren Stern. Der Stern an der oberen Ecke dieses Dreiecks heißt Matar, er ist wie unsere Sonne ein gelblicher Stern im Abstand von gut 200 Lichtjahren; Matar bedeutet "Schulter". Auch der linke Stern an der rechten unteren Ecke dieses kleinen Dreiecks hat einen Namen: er heißt Sadalbari, das bedeutet "Glücksstern des Vortrefflichen"; er ist ein Roter Riese im Abstand von über 100 Lichtjahren.

2b. Das übrige Herbstviereck

An der linken Ecke des Herbstviereckes, also links unterhalb von Scheat, finden wir den hellsten Stern dieser Region, der bereits zum Sternbild der Andromeda gehört: Das ist die Sirrah, ein weißlicher Stern im Abstand von 100 Lichtjahren. Sirrah bedeutet "Nabel (der Andromeda)". - An der rechten Ecke des Herbstviereckes, also gegenüber der Sirrah und rechts unterhalb von Scheat steht der Hauptstern des Pegasus, Markab. Dieser ist ein blauweißlicher Stern 2. Größe im Abstand von fast 150 Lichtjahren. Markab bedeutet "Schulter (des Pferdes Pegasus)". - An der unteren Ecke des Herbstviereckes finden wir den Stern Algenib, er ist wie Markab ein blauweißlicher Riesenstern, aber über dreimal weiter entfernt im Abstand von fast 500 Lichtjahren. Algenib bedeutet "Flanke, Seite". Man beachte, dass manchmal auch Mirfak, der Hauptstern des Sternbildes Perseus, mit diesem Namen Algenib bezeichnet wird.

2c. Der Anfang der Andromeda-Kette

Bei der Sirrah zweigt die Andromeda-Kette nach links ab: Geht man von Scheat zur Sirrah und dann nochmal rund gleichweit weiter, so sehen wir den gleichhellen Stern Mirach ("Schurz") in der Mitte der Andromedakette, sie ist ein Roter Riese im Abstand von 200 Lichtjahren. In der Nähe der Mirach steht der berühmte Andromedanebel; in der 4. Rubrik wird beschrieben, wie man ihn mit einem Feldstecher finden kann. Etwas unterhalb zwischen Sirrah und Mirach steht etwas näher an der Sirrah ein Stern 3. Größe namens delta Andromedae; er ist ein Roter Riese im Abstand von 100 Lichtjahren.

2d. Die Kette von Markab zu Enif

Bildliche Darstellung des Pegasus. Nach Jehoshaphat Aspin, 1850
Zwischen dem Hauptstern Markab an der rechten Ecke des Herbstviereckes und dem hellsten Pegasusstern Enif, den man durch Spiegelung der Wega an der Achse Deneb - Atair findet, befinden sich zwei weitere Pegasussterne 3. Größe, nämlich unterhalb von Markab der Stern Homam und weiter unterhalb, etwas rechts der Stern Baham. Homam bedeutet "Mann von hohem Geist" und ist ein blauweißlicher Stern im Abstand von 200 Lichtjahren, Baham bedeutet "der Viehbestand" und ist ein weißlicher Stern im Abstand von 100 Lichtjahren.

Da die Sirrah bereits zur Andromeda gehört, ist der Stern Enif, ein Roter Riese zweiter Größe im Abstand von fast 700 Lichtjahren, der hellste Pegasusstern; Enif bedeutet "Nase (des Pegasus)". In seiner Nähe steht auch der bekannte Kugelsternhaufen M15, er ist 35'000 Lichtjahre von uns entfernt und enthält rund 500'000 Sterne. M15 kann bereits im Feldstecher gesehen werden und in der 4. Rubrik wird beschrieben, wie man diesen Kugelsternhaufen finden kann.

In der griechischen Mythologie ist der Pegasus ein geflügeltes Pferd, das dem Hals der Gorgone Medusa entsprang, nachdem der Held Perseus ihr das Haupt abschlug. Dabei entfloh das Flügelross und wurde später von Bellerophon eingefangen, der mit ihm zahlreiche Abenteuer erlebte. Dabei wurde Bellerophon übermütig und wollte sich zu den Göttern aufschwingen, wodurch es sich den Zorn des Zeus zuzog. Zeus sandte eine Bremse aus, die den Pegasus stach. Das Ross scheute und warf Bellerophon ab, der auf der Erde landete. Pegasus aber flog weiter zum Olymp und trägt seither die Blitze des Zeus.

->
zur Andromeda-Sage
-> Kugelsternhaufen finden

3. Kleine Einführung in die wichtigsten Sterne

Ausgangspunkt unserer Himmelswanderung im Oktober ist das Sommerdreieck, das hoch über uns zu bewundern ist. Es besteht aus drei Sternen erster Größe: der hellen Wega, einem Stern sogar 0. Größe in der Leier, aus Deneb im Schwan und aus Atair im Adler. Die Wega ist ein weißlicher Stern im Abstand von knapp 30 Lichtjahren und bedeutet "herabstoßender Adler", Deneb heißt "Schwanz (des Schwanes)" und ist ein blauweißlicher Riesenstern im Abstand von 3000 Lichtjahren und trotzdem ein Stern erster Größe; Deneb ist also einer der hellsten Sterne unserer Milchstraße überhaupt. Atair ist ein sonnennaher Stern, der nur 17 Lichtjahre entfernt ist; er bedeutet "fliegender Adler" und ist wie die Wega ein weißlicher Stern. Im Altertum haben die Menschen also in der Wega und in Atair zwei fliegende Adler gesehen. Der "fliegende Adler" Atair wird dabei von zwei Falken begleitet, die auf beiden Seiten neben Atair stehen, so dass sie manchmal mit dem Oriongürtel verwechselt werden. Der obere und hellere heißt Tarazed, ein Roter Riese beinahe 2. Größe im Abstand von fast 500 Lichtjahren; Tarazed bedeutet "(Beute) schlagender Falke"; der untere auf der anderen Seite von Atair heißt Alshain, der wie unsere Sonne ein gelber Stern im Abstand von knapp 50 Lichtjahren ist; Alshain bedeutet "Falke".

Ausschnitt des Sternenhimmels im Oktober nach Eindunklen gegen Süden. Der Ausschnitt geht über den Zenit (oranges Kreuz)
hinaus und umfasst über die Hälfte des an diesem Zeitpunkt sichtbaren Sternenhimmels.


Der Schwan scheint über den Himmel nach rechts zu fliegen
Das Sternbild des Schwanes, manchmal auch "Kreuz des Nordens" genannt, ist sehr schön in das Sommerdreieck eingebettet und erstreckt sich von Deneb bis hin zu einem Stern namens Albireo, der den Kopf des Schwanes darstellt und den man zwischen der Wega und Atair, etwas innerhalb der Verbindungslinie und etwas näher an der Wega findet. Im Fernrohr bietet Albireo einen prächtigen Blick, haben wir hier doch einen Doppelstern mit einer bläulich-weißen und einer orangefarbigen Komponente. Albireo bedeutet "Vogel" und ist knapp 400 Lichtjahre von uns entfernt. Geht man von Deneb in Richtung Albireo, so folgt bald ein Stern 2. Größe namens Sadir; das bedeutet "Brust"; hier also kann man sich die Brust des Schwanes vorstellen, der da am Sternenhimmel fliegt. Sadir ist ein gelblicher Stern; er ist der zweithellste Stern in Sternbild des Schwanes und mit 750 Lichtjahren ebenfalls ein weit entfernter Stern. Rechts und links von Sadir findet man ebenfalls je einen Stern knapp 2. Größe, welche die Flügel markieren; etwas nach hinten abgewinkelt findet man noch je einen weiteren Stern, die die Flügelschwingen markieren. Der erste Stern des rechten Flügels vom Schwan heißt übrigens Gienah, ist der dritthellste Stern des Schwanes und ist wie Arktur ein Roter Riese, er ist gut 70 Lichtjahre, also rund doppelt so weit wie Arktur von uns entfernt.

Man kann den Schwan also schön figürlich mit seinen großen Schwingen am Firmament entlang fliegen sehen, der seinen langen Hals weit nach vorne streckt.

Spiegelt man im Sommerdreieck den Stern Deneb an der Achse Wega - Atair, so gelangt man zu einem Stern 2. Größe namens Ras Alhague im Schlangenträger, der nun hoch im Süden steht. Ras Alhague bedeutet "Kopf des Schlangenträgers" und ist ein gelblich-weißer Stern im Abstand von etwa 60 Lichtjahren.

Spiegelt man die Wega an der Achse Deneb - Atair, so gelangt man hoch im Osten zum hellsten Stern des Pegasus. Dieser ist ein Stern 2. Größe und heißt Enif, das bedeutet "Nase (des Pegasus)"; er ist ein Roter Riese im Abstand von fast 700 Lichtjahren. Enif steht westlich vom Herbstviereck, welches nun wie eine übergroße Vorfahrtstafel aussieht. Das Sternbild des Pegasus wird in der
2. Rubrik genauer beschrieben.

-> mehr zum Schwan
-> zum Verzeichnis der Sternnamen

Feldstecher-Objekte

Im vergangenen Monat wurde der Kugelsternhaufen M13 im Sternbild des Herkules vorgestellt und vor einem Jahr haben wir auch sehr bekannten Andromedanebel kennengelernt. Beide sind bereits mit einem Feldstecher, bei guten und nicht lichtverschmutzen Bedingungen sogar von bloßem Auge sichtbar. Zusätzlich zu diesen beiden wird in diesem Monat ein weiterer Kugelsternhaufen, M15 im Sternbild des Pegasus, welches ja in der zweiten Rubrik beschrieben wird, vorgestellt. Somit kann man im Oktober bei schöner Sicht gleich drei Nebelchen mit einem Feldstecher beobachten.
Weg vom Bärenhüter zu den Herkules-Sternen. Animierte Grafik mit Klick auf das Bild öffnen

Der Kugelsternsternhaufen M13 im Herkules

Nach Sonnenuntergang steht der Große Wagen noch hoch am Himmel; verlängert man seine Deichsel, so gelangt man bereits tief im Westen zunächst zu einem sehr auffallenden Stern 0. Größe, das ist Arktur im Bärenhüter.

Arktur ist der Ausgangspunkt einer größeren Deichsel, deren mittlerer Stern Mirak ebenfalls zum Bärenhüter gehört. Der äußere Stern dieser größeren Deichsel heißt Gemma, der Hauptstern der Nördlichen Krone.

Die Arktur-Mirak-Gemma-Deichsel weist auf Ras Alhague im Schlangenträger. Auf dem Weg von der Gemma zu Ras Alhague kommt man an Rutikulus, dem hellsten Stern des Sternbildes Herkules, vorbei. Dieser ist ein Stern beinahe zweiter Größe. Kurz bevor man Ras Alhague erreicht, kommt man auch noch am Hauptstern des Herkules vorbei, einem Stern dritter Größe namens Ras Algethi. Gehen wir nun weiter in Richtung Wega, so finden wir den Stern Sarin. Er bildet mit Rutikulus und Ras Algethi bilden ein beinahe gleichseitiges Dreieck, das wie ein Pfeil auf die Wega weist. Auch Sarin ist ein Stern 3. Größe.

Spiegelt man nun Ras Algethi an der Achse Rutikulus - Sarin, so gelangt man zum zweithellsten Herkulesstern, zeta Herculi. Er steht am unteren Ende eines trapezartigen Vierecks. Diagonal gegenüber steht der Stern pi Herculi, der gleichhell wie Sarin ist. Sei noch der Stern eta Herculi genannt, der gerade noch 3. Größe aufweist; zu ihm gelangt man, indem man von Rutikulus ausgehend an zeta Herculi vorbeigeht. Eta Herculi steht also in dem Trapez "neben" pi Herculi.

Kugelsternhaufen M13 im Herkules. Bild Observatorium Wendelstein.
Nun ist es nicht mehr schwer, den bekannten Kugelsternhaufen M13 zu finden: Geht man von Rutikulus an zeta Herculi vorbei zu eta Herculi, so sieht man in einem Feldstecher zwischen zeta und eta Herculi, ein Drittel von eta und zwei Drittel von zeta entfernt, ein verwaschenes Fleckchen; das ist der bekannte Kugelsternhaufen M13, nach dem Andromedanebel das bekannteste Sternnebelchen. Während der Andromedanebel eine eigene Galaxie wie unsere Milchstraße ist, ist M13 ein Kugelsternhaufen, also eine kugelförmige Sternansammlung innerhalb unserer eigenen Milchstraße. Dieser Kugelsternhaufen ist 25000 Lichtjahre von uns entfernt und enthält etwa 300000 Sterne.

->
mehr zum Sternbild Herkules

M15. Bild Hubble Teleskop

Der Kugelsternsternhaufen M15 im Pegasus

Einen anderen Kugelsternhaufen, M15, kann man ebenfalls recht einfach im Sternbild des Pegasus, welches in diesem Monat in der 2. Rubrik vorgestellt wird, erkennen: Zwischen dem Hauptstern Markab an der rechten Ecke des Herbstviereckes und dem hellsten Pegasusstern Enif, den man durch Spiegelung der Wega an der Achse Deneb - Atair findet, befinden sich zwei weitere Pegasussterne 3. Größe, nämlich unterhalb von Markab der Stern Homam und weiter unterhalb, etwa rechts der Stern Baham. Geht man nun von Baham zu Enif und darüber rund die Hälfte hinaus, so kann man im Feldstecher den Kugelsternhaufen M15 erkennen; dieser ist 35000 Lichtjahre von uns entfernt und enthält rund 500000 Sterne.

-> mehr zum Pegasus

Der Andromedanebel (M31)

Ab Oktober kann man auch wieder den berühmten Andromedanebel sehen. Der Andromedanebel ist außerhalb der Stadt leicht mit einem Feldstecher zu finden. Man muss zuerst den Stern Mirach finden: Das ist der mittlere Stern der Andromeda-Kette, die im Herbstviereck an der Sirrah nach links abzweigt. Hier muss man beachten, dass man nicht versehentlich delta Andromedae für die Mirach hält. Man kann die beiden aber ganz leicht unterscheiden: Erstens ist der Abstand Sirrah - delta Andromedae deutlich kleiner als ein Schenkel des Herbstviereckes und zweitens sind Sirrah und Mirach gleich hell, während delta Andromedae eineinhalb Größenklassen weniger hell ist.

Nimmt man nun Mirach ins Gesichtfeld des Feldstechers, so sieht man darüber einen weiteren hellen Stern, das ist mü Andromedae. Dies ist ein weißlicher Stern zwischen 3. und 4. Größe im Abstand von 140 Lichtjahren. - Nun muss man den Feldstecher so verschieben, dass nicht mehr Mirach, sondern mü Andromedae im Mittelpunkt des Gesichtsfeldes steht und nochmals in gleichem Abstand oberhalb sieht man dann den Andromedanebel. Etwas weniger weit entfernt stehen rechts und links unterhalb des Andromedanebels ebenfalls je ein Stern, so dass mü Andromedae, diese Sterne rechts und links sowie der Andromedanebel eine Drachenfigur bilden.

Die nächst gelegene Galaxie
Da das menschliche Auge in der Stelle des schärfsten Sehens farbempfindliche Zellen hat, die nachts aber nicht sehen können, muss man im Feldstecher etwas neben den Andromedanebel schauen - am besten schaut man den Stern rechts oder den Stern links an, dann kann man den Andromedanebel schön erkennen, weil nun die nacht-empfindlichen Stäbchenzellen, die in der Randregion unserer Augen stehen, aktiviert werden. Doch sobald das Auge versucht, den Andromedanebel scharf zu stellen, sieht man ihn fast nicht mehr.

Der Andromedanebel ist wie unsere Milchstraße eine Galaxie, die 2 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist. Er ist das am weitesten entfernte Objekt, das wir mit einem Feldstecher anschauen können und bei sehr guter Sicht weit außerhalb der Stadt ist er sogar von bloßem Auge erkennbar.

-> mehr über Kugelsternhaufen
-> zur Andromeda-Sage
-> zum Verzeichnis "Wissenschaft"


Die in diesem Beitrag verwendeten Bilder stammen von verschiedenen Astronomie-Organisationen, sie dürfen für die Zwecke der Bildung genutzt werden.

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