Wo Landwirtschaft und Vieh geehrt wird, gibt es keine Not. Denjenigen, die ihre Zuflucht bei Mutter Erde und Mutter Kuh nehmen, wird es niemals im Leben an etwas mangeln.

(alte indische Weisheit)


Allgäuer Käserei mit Heu- und Hornmilch


Zusammenfassung nach einem Gespräch mit Frau Evelyn Wild von der Allgäuer Heumilch-Biosennerei, die Milch von kleinbäuerlichen Bioland- und Demeterbetrieben aus der Region verarbeitet.

Wir drücken Ihr und den Milchbauern unsere Anerkennung und unseren Dank aus, dass sie sich mit einer so hingebungsvollen Weise für den Erhalt der Kühe mit Hörnern und deren natürliche Fütterung einsetzt.

Wir danken Frau Wild auch, dass Sie uns, wegen Zeitmangels vorschlug, eine Zusammenfassung Ihrer Webseite zu machen, anstatt eines neuen Artikels.



Die Käsküche Isny ist eine handwerkliche Allgäuer Heumilch-Biosennerei mit hohen Ansprüchen und Zielen.

Die Käsküche und ihre Biobauern
1998 geschah es, dass den ökologisch orientierten Bauern der Region ihre Bio-Milch von einer Großmolkerei wegen Desinteresses nicht abgenommen wurde. Das war die Geburtsstunde eines Entschlusses der sieben betroffenen Bauern: "Mir machet unsren Käs selbscht!" Das war eine mutige und zukunftsweisende Entscheidung, doch ohne einen erfahrenen Partner für die Käserei wäre es nicht möglich gewesen. Jemand von der benachbarten Sennerei Zurwies kannte Frau Evelyn Wild und stellte den Kontakt zwischen ihr und den Bauern her. Evelyn Wild, die Landwirtin gelernt und viele Sommer als Sennerin auf den Almen Erfahrung gesammelt hatte, nahm diese Anfrage an und war bereit, nach Isny zu ziehen. Franz Hiemer nahm das Risiko für den Neubau der Käsküche auf sich. So war alles wie ein Wunder, denn vor Ort überzeugte Förderer, Freunde und eine große Portion Glück, die halfen diese Idee zu verwirklichen.

Im Mai 1998 begann die neugebaute Sennerei als 1-Frau-Betrieb mit 300.000 Liter Milch im Jahr. Heute ist es ein nicht mehr wegzudenkendes Kleinod mit 17 sehr engagierten Mitarbeitern, 1 Million Liter Jahresmilch von sieben Landwirten und Biovertragspartnern (Demeter und Bioland), die ihre gesamte Milch an die Käsküche liefern.

Deutschlandweit zahlt die Käsküche ihren Bio-Landwirten einen der höchsten Preise für die gelieferte Milch.

Die SILBERDISTEL ist ihr LOGO und steht für ihre Ziele: "Wir wollen aktiv Allgäuer Kulturlandschaft mit ihrer Vielfalt erhalten."

Durch die Vorgabe, dass unsere Kühe nur von eigener Fläche gefüttert werden dürfen, ist die Anzahl der Tiere je Fläche gering (max. 1,3 Grossvieh/Ha), d.h., optimaler Beitrag zur Gewässerreinhaltung und zur Förderung der Artenvielfalt (die meisten Gräser und Kräuter reagieren empfindlich auf Düngemenge). Auf intensivst genutzten Flächen wurden 16 Arten je ar gezählt.

Aus diesem Grunde haben wir beim Grünlandinstitut in Aulendorf eine unabhängige Erhebung des Pflanzenbestands in Auftrag gegebenen und mit den Landwirten und einem Naturschutzberater neue Ziele gesetzt (Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Artenvielfalt).

Silberdistel
Unsere Landwirte haben sich verpflichtet mindestens 10 % der hofeigenen Flächen extensiv zu bewirtschaften, meist ist es zwischen 20-30 %. Diese Flächen (Streuobstwiesen, Hecken, Streuwiesen oder Hanglagen) bieten Tieren und Pflanzen Rückzugsmöglichkeiten und erhalten den Erholungswert des Allgäus.

Unsere Kühe können auch die Hörner als ursprüngliche Schönheit und Würde behalten. Viele unserer Landwirte haben Original Braunvieh oder einen eigenen Stier.

Alle Kühe sind von Frühjahr bis Spätherbst auf der Weide und wir verzichten auf leistungsförderndes Bio-Kraftfutter. So verwirklicht die Käseküche Isny ihr ursprüngliches Biogedankengut vom geschlossenen Hofkreislauf mit dem Vorteil der Lebensmittelsicherheit, Unabhängigkeit, Fairness gegenüber sogenannten Entwicklungsländern und Klimaschutz.

Unsere Kühe werden überwiegend mit homöopathischer Tierbehandlung versorgt.

Für ihre Arbeit erhielt die Käseküche mehrere Auszeichnungen.

Website Käsküche Isny: www.kaeskueche-isny.de

Weitere Beiträge über Kühe auf dieser Website

  • K. Parvathi Kumar: Die Kuh - Das Symbol und seine Bedeutung (Ethik)
  • Armin Capaul: Engagement für die Kuh mit Horn
  • Susanne und Walter Schwärzler: Der Schwärzlerhof und seine Kühe (Leben lernen)
  • A. Schädeli: Das Kuhhorn als Stoffwechselorgan (Natur/Umwelt)
  • Franz und Judith Weber: Die Bedeutung des Kuhhorns (Natur/Umwelt)
  • Dr. W. Höfer: Das Kuhhorn als Beitrag zur Milchqualität (Natur/Umwelt)
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